Oracle verspricht Performance-Schub für MySQL

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Mit MySQL 5.5 steht die erste Version des Datenbanksystems unter der Führung durch Oracle an, das einen massiven Performance-Schub verspricht und nun einen Release Candidate vorgelegt hat.

MySQL 5.5 wird als Standard-Engine nicht mehr MyISAM verwenden, sondern InnoDB, das schneller sein soll und ACID-Transaktionen unterstützt. Speziell auf Multicore-Systemen soll die neue MySQL-Version ihre Stärken ausspielen und den Vorgänger MySQL 5.1 deutlich abhängen. Oracle verspricht unter Windows eine Performance-Steigerung von 1500 Prozent bei Schreib-/Lese-Operationen und von 500 Prozent bei reinen Leseoperationen. Unter Linux soll der Geschwindigkeitszuwachs immerhin 360 Prozent beziehungsweise 200 Prozent liegen.

Darüber hinaus unterstützt MySQL 5.5 halbsynchrone Replikationen, bei denen der Master-Server nicht auf alle Slaves warten muss, sondern nur die Bestätigung eines Slaves benötigt, dass er alle Transaktionsdaten empfangen hat. Beim Aufspüren von Problemen bei der Replikation soll die neue Funktion Replication Heart Beat helfen.

Die Partitionierung von Index und Tabellen wurde verbessert und unterstützt nun auch die Anwendung von RANGE und LIST auf die Spalten date, datetime, varchar und char. SIGNAL und RESIGNAL können innerhalb von Stored Procedures und Triggern für die Fehlerbehandlung genutzt werden und das neue PERFORMANCE_SCHEMA für die Performance-Analyse, um ressourcen -hungrige Prozesse und Events zu entdecken.

Oracle hat den Release Candidate von MySQL 5.5 am Wochenende auf der Oracle OpenWorld vorgestellt. Er trägt die exakte Versionsnummer 5.5.6 und kann auf den MySQL-Entwicklerseiten heruntergeladen werden.