Deutsche IT-Branche exportiert wieder mehr

Allgemein

Nach dem massiven Einbruch im vergangenen Jahr zieht das Exportgeschäft der deutschen Hightech-Branche wieder an. Im ersten Halbjahr 2010 führte man Waren im Wert von 13,4 Milliarden Euro aus, vermeldet der Bitkom.

Das ist ein Plus von 13,4 Prozent, reicht allerdings noch nicht, um wieder das Niveau vor der Wirtschaftskrise zu erreichen. Der Bitkom geht jedoch davon aus, dass die Exporte im zweiten Halbjahr 2010 wieder an die Zeiten vor der Krise anknüpfen.

Die stärksten Zuwächse verzeichnet die Kommunikationstechnik, die um 22 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro zulegen konnte. Die Ausfuhren von IT-Hardware, etwa Computern, Druckern und Zubehör, wurden um 12 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro gesteigert, die von Unterhaltungselektronik um 1,4 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.

Die meisten deutsche IT-Exporte gehen nach Großbritannien (1,2 Mrd. Euro) und Frankreich (1,1 Mrd. Euro). Es folgen die Niederlande (0,7 Mrd. Euro), Italien (0,7 Mrd. Euro) und Österreich (0,7 Mrd. Euro).

»Hightech made in Germany ist international gefragt«, bilanziert Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. »Die EU ist und bleibt der wichtigste Abnehmer von Hightech-Produkten aus Deutschland.«

Wie die Exporte nahmen auch die Importe mit der Erholung der Konjunktur wieder zu. Im ersten Halbjahr 2010 führte die IT-Branche Waren im Wert von 20,7 Milliarden Euro ein, ein Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wichtigster Lieferant bleibt China mit Waren im Wert von 7,9 Milliarden Euro, gefolgt von den Niederlanden (1,5 Mrd. Euro) und Korea (1,3 Mrd. Euro). Während die Importe aus den drei Ländern zunahmen, wurden überraschenderweise weniger Waren aus den USA eingeführt – nur noch für 988 Millionen Euro, ein Minus von neun Prozent.