BSI und eco starten Beratungszentrum für Botnet-Opfer

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) haben das auf dem IT-Gipfel im vergangenen Dezember angekündigte Anti-Botnetz-Beratungszentrum gestartet.

Unter www.botfrei.de soll es Anwendern, deren Rechner mit Malware infiziert und dadurch Teil eines Botnets ist, Anleitungen und Programme liefern, um ihr System zu bereinigen.

Betrieben wird das Beratungszentrum vom eco, das BSI steuert technische Unterstützung bei und das Bundesinnenministerium die Anschubfinanzierung. Darüber hinaus beteiligen sich die Internet-Provider Deutsche Telekom, 1&1, KabelBW, NetCologne, QSC und Versatel an dem Projekt. Sie informieren diejenigen ihrer Kunden, bei denen man die Rechner mit hoher Wahrscheinlichkeit von Schadprogrammen befallen sind, und weisen auf die Online-Hilfen hin. 1&1, KabelBW und demnächst auch Versatel nehmen zudem an einer Beratungshotline teil, die den Anwender helfen soll, die es nicht schaffen, ihren Rechner allein zu säubern.

Botnet-Infektionen seien eine der größten Bedrohungen im Internet, erklärte Bernd Becker, Geschäftsführer der eco IT Service und Beratung GmbH, zumal die meisten Nutzer nicht wüssten, dass ihre Computer gekapert wurden und für den Versand von Spam, zur Verbreitung von Schadprogrammen oder zum Auspionieren von Daten genutzt werden. »Das Anti-Botnet-Beratungszentrum hilft, die Zahl der infizierten Computer zu verringern und so die illegalen Netzwerke zu verkleinern. Damit entziehen wir den Cyberkriminellen die Grundlage«, so Becker. Die Bürger bräuchten vor allem Aufklärung, Beratung und aktive Unterstützung, um sich gegen Botnets zu wappnen, ergänzt BSI-Vizepräsident Horst Flätgen. »Das Anti-Botnet-Beratungszentrum leistet genau dies und wird das Internet ein Stück sicherer machen«, ist er sich sicher.