Klage: HP will Wechsel von Ex-Chef zu Oracle verhindern

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HP sieht Geschäftsgeheimnisse in Gefahr und will das Engagement des ehemaligen HP-Chefs Mark Hurd beim Konkurrenten Oracle per Klage verhindern.

In seiner neuen Position bei Oracle werde Hurd in Situationen kommen, in denen er seine Pflichten für Oracle nicht ausführen könne, ohne Geschäftsgeheimnisse und vertrauliche Informationen von HP anderen gegenüber offen zu legen, heißt es in der Klageschrift. Hurd hatte in seinem Vertrag bei HP zwar keine Wettbewerbsklausel, die ihm die Anstellung bei einem Konkurrenten verwehrt, wohl aber eine für zwei Jahre gültige Geheimhaltungsklausel. Die beabsichtige man durchzusetzen, so HP.

Der Computer-Hersteller hatte sich Anfang August von Hurd getrennt, nachdem Ermittlungen wegen einer Affäre falsche Spesenabrechnungen zu Tage förderten. Hurd kam anschließen bei Oracle, der Firma seines Freundes Larry Ellison unter. Der fuhr nach der Klage auch gleich schwere Geschütze auf und erklärte, man habe HP lange als wichtigen Partner angesehen, doch mit der Klage zeige HP gegenüber dieser Partnerschaft, den gemeinsamen Kunden und auch den eigenen Aktionären und Angestellten gegenüber äußerste Geringschätzung. Die HP-Führung mache es nahezu unmöglich für Oracle und HP, weiterhin zusammenzuarbeiten.