Geschworener wegen Facebook-Statuseintrag vom Fall ausgeschlossen

Allgemein

Wie kann man so dumm sein, juristische Entscheidungen im Voraus auf Facebook zu veröffentlichen? Die vorschnelle Verurteilung des Angeklagten jedenfalls brach dem Juror sein rechtliches Genick.

Richter sind zurecht erbost, wenn einer der Geschworenen – oft Laien – den Beklagten schon im Vorfeld für schuldig oder unschuldig erklärt. Was bei uns wohl nur wenige Boulevardjournalisten schaffen und dabei noch eine Rüge des Presserats riskieren, schaffen in den USA sogar die am Prozess beteiligten Personen.

In diesem Falle veröffentlichte einer der Geschworenen die Facebook-Statusmeldung, es »wird mächtig Spaß machen, den Angeklagten ins Gesicht zu sagen, dass sie schuldig sind«. Genau dies sei in einem Fall in Detroit geschehen, berichtet TGDaily. Der 20Jährige Geschworene Hadley Jons war übereifrig – und vielleicht noch ein Stück zu jung, um zu begreifen, was er da tat.

Die Geschworene Saleema Sheikh stolperte eher zufällig über den Eintrag und erzählte es weiter. Als Richterin Diane Druzinski dies hörte, schloss sie Jons sofort aus der Jury aus.

Der ist nun auch angeklagt – wegen »Missachtung des Gerichts«. Wer seinen öffentlichen Status in irgendeinen Sozialen Netz veröffentlicht, sollte eben genau darauf achtgeben, was er da schreibt.  µ

L’Inqs:
TGDaily über den in Facebook vorweggenommenen Gerichtsfall

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