Gartner senkt Prognose für PC-Markt

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Für dieses Jahr rechnen die Marktforscher von Gartner mit 367,8 Millionen verkauften Rechnern. Das sind zwar 19,2 Prozent mehr als im vergangenen Jahr, allerdings weniger als man bislang prognostizierte.

Der PC-Markt habe sich in der ersten Jahreshälfte erholt, doch der Belastungstest stehe erst noch an, meint Gartner-Analyst Ranjit Atwal. Wegen der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten in den USA und in Westeuropa habe man die Wachstumsprognose für die zweite Jahreshälfte um zwei Prozentpunkte auf 15,3 Prozent gesenkt. Es bestehe kein Zweifel, dass die Nachfrage bei Consumern und wohl auch im Business-Bereich hinter den Erwartungen zurückbleibe.

Alles in allem hält man das Wachstum auf dem PC-Markt jedoch für relativ stabil. Verbraucher würden Computer mittlerweile eher als notwendig erachten denn als Luxus und wahrscheinlich eher auf andere Geräte der Unterhaltungselektronik verzichten. In Firmen ließen sich die in der Wirtschaftskrise aufgeschobenen Investitionen nicht mehr lange hinauszögern, ohne die Geschäfte zu gefährden. Die installierte PC-Basis sei älter als je zuvor und müsste besser heute als morgen ausgetauscht werden.

Der Boom bei Mini-Notebooks beziehungsweise Netbooks ist laut Gartner vorbei, der Höhepunkt war demnach Ende 2009 erreicht, als die kleinen Geräte etwa 20 Prozent der Notebook-Verkäufe ausmachten. Mittlerweile ist ihr Anteil auf unter 18 Prozent gefallen und wird nach Gartner-Prognosen bis Ende 2014 auf rund zehn Prozent absinken.

Die kleinen Geräte hätten ihren Platz auf dem Markt, erklärt Gartner-Analyst Raphael Vasquez, allerdings nicht als Ersatz für herkömmliche Notebooks. Die Käufer würden feststellen, dass Mini-Notebooks kein adäquater Ersatz seien und eher auf Low-End-Notebooks setzen, deren Preise sich mittlerweile in ähnlichen Regionen befinden. Netbooks seien eher als Zweitgerät interessant, bekämen in dieser Nische aber starke Konkurrenz durch Tablets.