IBM Deutschland unter Druck

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Der US-Konzern IBM ist mit seiner deutschen Tochter unzufrieden, da deren Umsatz schrumpft. Deutschland-Chef Martin Jetter nimmt nun seine Mitarbeiter in die Verantwortung – deren Leistung sei unzureichend, kritisiert er.

Wie die Financial Times Deutschland aus Kreisen des IBM-Aufsichtsrats erfahren hat, macht der Mutterkonzern derzeit mächtig Druck auf seine deutsche Ländergesellschaft. Deren Umsätze entwickeln sich nicht wie gewünscht, schrumpfen trotz Wirtschaftsaufschwung sogar, und gefährden nun die stolzen Ziele von IBM-Chef Sam Palmisano, der den Gewinn pro Aktie bis 2015 verdoppeln will.

Martin Jetter, Chef von IBM Deutschland, reicht den Druck an seine Mitarbeiter weiter. Der FTD liegt ein internes Schreiben vor, in dem er die Leistung seiner Mitarbeiter als unzureichend kritisiert und anmahnt, nur wenn jeder seinen persönlichen Beitrag leiste, könne man die gesetzten Prioritäten umsetzen.

Die Stimmung beim Mutterkonzern ist angespannt, nachdem man im letzten Quartal den Umsatz kaum steigern konnte und im so wichtigen Service-Geschäft Schwächen offenbarte. Dass nun der Umsatz von IBM Deutschland zurückgeht, lässt die Alarmglocken läuten. Internen Unterlagen zufolge nahm der Umsatz um sechs Prozent ab, so die FTD. Selbst wenn man den Verkauf der PLM-Sparte herausrechnet, verbleibt ein Minus von drei Prozent.