Der (un)endliche Lebenszyklus eines PCs

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Lösungen für PC-Lifecycle-Management unterstützen Unternehmen bei der Verwaltung ihrer Desktops, Notebooks oder Server, von der Installation der Hardware bis zur Entsorgung. Anders als viele IT-Manager denken, lassen sich damit erhebliche Kosten einsparen.

Die großen PC-Hersteller bieten bis heute meist keine adäquaten PC-, Client- oder Asset-Lifecycle-Management-Lösungen, mit denen Unternehmen die eingesetzte Hardware wie auch Softwareprogramme effizient verwalten können.

Keine Rundum-Sorglos-Pakete
Marc Lemarquis, Presales Consultant bei Frontrange Solutions Deutschland, dem Anbieter der PC-Lifecycle-Management-Lösung Enteo, bestätigt gegenüber eWEEK: »Die marktführenden PC-Hersteller bieten hierfür bisher kein Rundum-Sorglos-Paket an, so dass mit den mitgelieferten Tools nur ein Bruchteil des PC-Lifecycle-Managements adressiert werden kann.«

Häufig würden nur rudimentäre Anwendungen mitgeliefert, mit denen sich Desktops oder Notebooks in den Auslieferungszustand zurücksetzen lassen. Eine Integration dieser Tools in die bestehende Systemlandschaft sei aber in den meisten Fällen nicht möglich.


Für ein effektives PC-Lebenszyklusmanagement müssen Unternehmen von der Ein- bis zur Abschaltung für Ihre Geräte Verantwortung übernehmen. (Grafik: Numara Software)

Unterstützung und Wartung der Systeme kostet am meisten
Hinzu kommt, dass viele Unternehmen fälschlicherweise die Hardware- und Softwarekosten als die höchsten beim PC-Lifecycle-Management betrachten. »Für was in Wirklichkeit am meisten Geld aufgewendet werden muss, ist die über den gesamten Lebenszyklus hinweg erfolgende Unterstützung und Wartung dieser Systeme und die dafür aufgewendete Zeit und Mühe“, stellt Marc Lemarquis klar.

IT-Administratoren haben hier eine Vielzahl von Aufgaben, von der Installation der Betriebssysteme, die Verwaltung der Assets im Netzwerk, das Beheben von Schwachstellen bis zum Sichern von sensiblen Daten.

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PC-Lebenszyklus besteht aus vier Phasen
Numara Software, spezialisiert auf PC-Lifecycle-Management-Lösungen, hat kürzlich in einem Whitepaper die vier zentralen Phasen im PC-Lebenzyklus beschrieben:

1. Beschaffung (Einschaltung): Um sicherzustellen, dass das Unternehmen die Assets an die richtigen Gruppen verteilt, sollte sich die IT-Abteilung auf vier Bereiche konzentrieren: Bereitstellung der Hardware wie PCs, Notebooks oder auch Smartphones, Überwachung und Verfolgung der Asset, Verteilung von Software sowie die Bereitstellung von Betriebssystemen.

2. Sicherung: Da sich IT-Umgebungen ständig verändern beziehungsweise wachsen, wird auch die IT-Sicherheit immer wichtiger. Mit einem Schwachstellenmanagement lassen sich die Assets überwachen. Patch-Management dient der automatischen Identifikation von fehlenden Patches und Schwachstellen.

3. Wartung: Beim Wartungsprozess spielen der die Bestandsaktualisierungen der Assets, Remote Management/Fernverwaltung für die schnelle Fehlerbehebung und Energiemanagement zur Verbesserung der Energieeffizienz eine wichtige Rolle.

4. Abschaltung: Neben der Abschaltung gehört auch die Entsorgung der Hardware. Das Löschen sensibler Firmendaten und die Wiederverwendung von Softwarelizenzen hat hierbei oberste Priorität.

PC-Lebenszyklus-Management ist ständig bedroht
IT-Manager sehen sich einer Vielzahl von Problemen beim PC-Lebenszyklus-Management gegenüber. Schon bei der Bereitstellung fällt die Verwaltung einer immer heterogeneren Umgebung auf, zudem muss darauf geachtet werden, dass die neuen Geräte unternehmenskonform sind. Im Bereich Sicherheit müssen geeignete Methoden für Schwachstellen, Patch- und Konfigurationsmanagement gefunden werden – und das mit minimalem Kostenaufwand.

Zudem ist für Einhaltung der staatlichen Anforderungen und Unternehmensrichtlinien bezüglich der Compliance und für den Schutz sensibler Unternehmensinformationen zu sorgen.

Die PC-Lifecycle-Management-Lösung Enteo von Frontrange bietet automatisiertes Management für Desktops, Notebooks und Server. (Grafik: Frontrange Solutions)

Bei der Wartung ist der IT-Manager herausgefordert, die Produktivität der IT-Abteilung durch die Fernwartung von Geräten zu erhöhen. Außerdem müssen etliche Berichte über den Energieverbrauch, die Emissionsreduzierung und die erzielten Kosteneinsparungen erstellt werden. Bei der Abschaltung ist vor allem festzustellen, welche Geräte nicht mehr wartungsfähig sind oder nicht die neuen Betriebssystem-Anforderungen erfüllen.

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Zehn Tipps für effizientes PC-Lifecycle-Management

Wie lauten nun die Empfehlungen für ein effizientes PC-Lebenszyklus-Management, um alle anfallenden System-Management-Aufgaben im Unternehmen zu lösen. Numara Software hat in seinem Whitepaper die wichtigsten Best Practices in Form von zehn Tipps zusammengestellt:

1. Nutzen Sie die »Stärke des Einzelnen«: Eine Möglichkeit zur Lösung von Problemen besteht darin, in eine umfassende Desktop-Management-Lösung zu investieren, die Teil eines größeren, konsolidierten Pakets ist.

2. Weniger Zeit für die Bereitstellung aufwenden: Um Software und neue Geräte innerhalb Ihres Netzwerks schneller einsetzen zu können,müssen Sie die Bereitstellung zentral verwalten können, um neue Anwendungen oder Aktualisierungen auf diese Weise direkt für die Endbenutzer freizugeben.

3. Zentralisieren Sie Ihre Verwaltung: Sie benötigen eine Lösung, mit der alle Desktopkonfigurationen in Ihrem Netzwerk ohne zusätzliche Ressourcen einfach verwaltet werden können, da Ihre Umgebung stets größer wird und sich aufgrund außerhalb Ihres Machtbereichs liegender Veränderungen ständig weiterentwickelt.

4. Vorsicht ist besser als Nachsicht: Laut der nationalen Datenbank für Schwachstellen werden jeden Tag ungefähr 15 neue Sicherheitspatches freigegeben, die bekannte Schwachstellen beseitigen sollen.

5. Lecks stopfen und Diebstählen vorbeugen: Im Rahmen der S.A.F.E-Methode können Sie die Sicherheit der wieder entfernbaren Speichermedien verbessern, um so Datenlecks und dem Diebstahl von geistigem Eigentum entgegenzuwirken.

6. Behalten Sie aus der Ferne die Kontrolle: In der Vergangenheit sahen IT-Organisationen die Besuche der einzelnen Standorte als einzige Methode zur Lösung komplexer Benutzerprobleme. Doch diese Vorgehensweise war natürlich mit hohen Supportkosten,einer sinkenden Leistungsfähigkeit der Desktop-Administratoren und aufgrund langer Reparaturzeiten auch mit einer abnehmenden Kundenzufriedenheit verbunden.

7. Nutzen Sie die »grüne Energie«: Analysten schätzen, dass etwa 60 Prozent aller IT-Kosten für den Energieverbrauch aufgewendet werden. Aus diesem Grund bemühen sich immer mehr Unternehmen um eine »grünere«, energiesparende IT-Politik.

Das 1991 gegründete Unternehmen Numara Software kümmert sich um Themen wie beispielsweise Lifecycle Management, Helpdesk Management oder Business Process Automation.

8. Finden Sie das richtige Patch für Ihr Problem
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Sicherheitsfragen gewinnen in Organisationen immer mehr an Bedeutung, doch viele IT-Unternehmen haben Probleme bei der Umsetzung effektiver Verfahren für das Patch-Management.

9. Behalten Sie Ihre Assets im Blick: Unternehmen müssen ihr gesamtes IT-Asset-Portfolio in allen Phasen des PC-Lebenszyklus leicht erkennen und verstehen können. Die manuelle Überwachung dieser Assets führt nur zu einem hohen Zeitaufwand, zu überflüssigen Anschaffungen, hohen Supportkosten und einem erhöhten Risiko der Nichtkonformität.

10. Berichte, Berichte, Berichte: Eine zuverlässige, bedarfsgerechte Berichterstattung ist das A und O eines erfolgreichen Desktop-Managements. Integrierte Berichtsfunktionen helfen Ihnen dabei,das Desktop-Lebenszyklusmanagement durch die Unterstützung bei PC- und Systemmanagementaufgaben zu vereinfachen und somit die brancheninterne Kommunikation zu verbessern.

Deutliche Reduzierung der IT-Betriebskosten
Die hier genannten Tipps zur Einführung eines PC-Lifecycle-Management können IT-Verantwortliche zum Beispiel mit der Numara-Asset-Management-Plattform (NAMP), die aus einzelnen Produkten wie Inventory, Deploy, Patch und Compliance Manager, Vulnerability Manager und Energiemanagement besteht, umsetzen.

»Fälschlicherweise sehen viele Organisationen die Preise von Hard- und Software als die größten Kostentreiber des PC-Lifecycle-Managements an, doch in Wirklichkeit muss das meiste Geld für Support, Wartung und aufgewendete Zeit veranschlagt werden«, erläutert Heiko Beck, Geschäftsführer der Numara Software. »Alleine dadurch, dass Prozesse vereinfacht und die Verwaltung der IT-Landschaft reduziert wird, lassen sich die Betriebskosten massiv reduzieren«.

Absolute Software ist auf Dienstleistungen rund um IT-Prozesse, Verwaltung und Bestandsmanagement spezialisiert.

Lifecycle-Management-Lösung  von Frontrange
Frontrange Solutions bietet mit seiner Produktreihe Enteo eine Lösung, die ein durchgängiges Desktop- und Server-Lifecycle-Management von der Installation des Betriebssystems bis zum Betrieb der Endgeräte ermöglicht.

Die Automatisierung täglicher Routineaufgaben spielt dabei ein wichtige Rolle, wie Marc Lemarquis von Frontrange Solutions betont: »In Anbetracht einer anstehenden Windows-7-Migration müssen zum Beispiel neue PCs für die Mitarbeiter bereitgestellt werden. Die manuelle Installation eines Betriebssystems ist immer sehr zeitaufwendig und fehleranfällig. Die Automatisierung dieser Aufgaben birgt hier enormes Zeit- und Kosteneinsparungspotenzial.«

Das Ergebnis sollte jeden IT-Leiter überzeugen: Die IT-Landschaft wird hochverfügbar und unterstützt sämtlichen wertschöpfenden Geschäftsprozesse im Unternehmen.
(Stefan Girschner/mt)

Wenn Sie das Thema Lifecycle Management interessiert, erhalten Sie hier weitere Informationen.

Weblinks
Numara Software
Frontrange Solutions Deutschland
Enteo
Absolute Software