Intel kauft McAfee für 7,68 Milliarden Dollar

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Ziemlich überraschend hat Intel angekündigt, den Sicherheitsanbieter McAfee zu übernehmen. Das Ziel des Chip-Riesen: Hardware und Sicherheitssoftware kombinieren, um besseren Schutz zu bieten und in neue Märkte vorzudringen.

Zwar hatte Intel schon früher Software-Anbieter wie Wind River und Havok übernommen, doch der Kauf von McAfee ist die größte Übernahme in der Firmengeschichte Intels. Der Chip-Hersteller bietet 48 Dollar pro McAfee-Aktie, womit die gesamte Transaktion ein Volumen von 7,68 Milliarden Dollar hat. Das Management der beiden Firmen hat dem Deal bereits zugestimmt, die Behörden und McAfee-Anteilseigner müssen das noch tun.

Mithilfe von McAfee will Intel neue Sicherheitslösungen entwickeln, um auf die Herausforderungen in einer zunehmend vernetzten Welt zu reagieren. Die heutigen Ansätze würden den Milliarden neuer internet-fähiger Geräte nicht gerecht, so Intel, das dazu nicht nur Mobilgeräte zählt, sondern auch Bankautomaten, Medizingeräte, Fernseher und Autos.

Gleichzeitig bietet die Übernahme für Intel die Chance, neue Märkte zu erschließen. Zwar ist man auf dem Prozessor-Markt sehr dominant, doch in anderen Bereichen tut sich man sich schwer – schon bei Handys und Smartphones ist von der Intel-Dominanz nichts zu sehen, in den Geräten arbeiten meist Chips der Konkurrenz. Schafft man es nun, seine Hardware mit Sicherheitslösungen zu kombinieren, so hätte man einen großen Vorteil, denn mit der wachsenden Zahl von Mobilgeräten werden diese für Angreifer attraktiver – das Bedrohungspotenzial steigt.

In der Vergangenheit seien Energie-Effizienz und Konnektivität die wichtigsten Anforderungen gewesen, sagte Intel-Chef Paul Otellini, künftig käme jedoch für alle Technikbereiche Sicherheit als dritte Säule hinzu.

McAfee soll als hunderprozentige Intel-Tochter der Software and Service Group des Chip-Herstellers unterstellt werden.