Foxconn plant 400 000 Neueinstellungen

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Der wegen seiner schlechten Arbeitsbedingungen und Selbstmorden unter der Belegschaft in die Schlagzeilen geratene Auftragsfertiger Foxconn will bis zu 400 000 neue Arbeiter einstellen und neue Fabriken näher am Wohnort der Arbeiter errichten.

Das erklärte Louis Woo, ein naher Mitarbeiter des Foxconn-CEOs, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Unternehmen, das unter anderem für Apple und Dell produziert, reagiert damit auf die steigende Nachfrage – allein in der ersten Jahreshälfte 2010 kletterte der Umsatz um 50 Prozent.

Foxconn erregte weltweit Aufmerksamkeit, als sich im Frühjahr zahlreiche Arbeiter das Leben nahmen. Das Unternehmen bestritt zwar, dass dies mit schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhnen zusammenhinge, verdoppelte aber zu Sommeranfang teilweise die Löhne.

Die neuen Fabriken sollen weiter im Inland errichtet werden, in den Provinzen Henan und Sichuan. Dies sei es, was die Arbeiter wollten, sagte Louis Woo. Etwa 20 Prozent der Belegschaft kämen aus der Provinz Henan, sie hätten es dann näher zu Freunden und Familie.

Derzeit arbeitet etwa die Hälfte der chinesischen Foxconn-Arbeiter in Shenzen, weit weg von zu Hause, weshalb Experten auch die persönliche Isolation der Arbeiter für die Selbstmorde verantwortlich machen. Mit der Verlagerung der Produktion ins Inland soll die Zahl der Arbeiter in Shenzen in den nächsten fünf Jahren um etwa 170 000 sinken. Die Werke würden sich künftig stärker auf Forschung und Entwicklung, Produkttests und grüne Technologien konzentrieren, so Woo.