Seagate und Samsung bauen SSD-Controller

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Seagate und Samsung kooperieren. Sie wollen Controller für Enterprise-SSDs entwickeln. Samsung soll vor allem sein Know-how bei Flash-Speichern einbringen.

Speicherspezialist Seagate Technology und Samsung Electronics, nach eigenen Angaben Marktführer bei Advanced-Memory-Technologien, wollen auf dem wachsenden Markt für Solid-State-Drives (SSD) mitmischen und ihre Kräfte bündeln. Dazu haben sie ein Entwicklungs- und Lizenzierungsabkommen miteinander geschlossen.

Ziel der Kooperation ist die Entwicklung von Controller-Technologien für SSDs speziell für den Enterprise-Markt. Bei den Speicherapplikationen in großen Unternehmen werden höhere Ansprüche an Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Lebensdauer gestellt.

Samsung-Know-how bei Flash
Die Zusammenarbeit soll Seagates Zugang zu Unternehmenskunden mit Samsungs Know-how im Bereich Flash-Speicher kombinieren. Dabei wird besonders die Technologie in der 30-Nanometer-Klasse bei MLC-NAND-Speicher (MLC = Multi-Level-Cell – NAND = not and) hervorgehoben. Zukünftige Solid-State-Disks von Seagate für Enterprise-Kunden sollen dann mit dem gemeinsam entwickelten High-Performance-Controller arbeiten.

Seagate: SSD spielt wichtige Rolle
Seagate-Chef Steve Luczo wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert, Seagate sei sich »schon lange bewusst, dass die Solid-State-Technologie eine wichtige Rolle im Gesamtmix spielt, den die Speicherindustrie heute und in Zukunft anbieten wird, insbesondere im Enterprise-Markt«. Allerdings hatte sich der Festplattenhersteller vor einiger Zeit noch sehr skeptisch zum Einsatz von SSD-Technik in Unternehmen geäußert.

Möglicherweise ist Seagate deshalb im Wettbewerb etwas spät dran und versucht jetzt, durch die Kooperation mit Samsung auf dem SSD-Markt wieder ganz vorne mitzumischen. Samsung wiederum fehlt auf dem Speichermarkt der Zugang zu den großen Unternehmen.
(mt)

Weblinks
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