Für günstige Enterprise-SSD: Seagate und Samsung kooperieren

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Der Festplattenhersteller wird die modernen 30-nm-NAND-Speichermodule aus Korea beziehen, um damit Solid State Drives zu konstruieren, die sich für den Dauereinsatz im Unternehmen (Enterprise-Level) eignen.

Seagate und Samsung kündigten heute ihren gemeinsamen Plan an, ihr SSD-Knowhow zu vereinen, gemeinsam entwickeln zu wollen und sich gegenseitig die Controller-Technologie zu lizenzieren. Vereint wollen sie für bessere und günstigere SSD-Lösungen im Unternehmensbereich und damit für den endgültigen Durchbruch der Technik sorgen.

Diese Koalition dürfte Signalwirkung für die Branche haben, handelt es sich bei Seagate doch um den weltgrößten Festplattenhersteller und bei Samsung um den größten Produzenten von DRAM- und NAND-Speicherchips.

Die erste kooperative Lösung basiert auf der jüngsten NAND-Generation: 30 nm Multi Level Cell (MLC). Traditionell wurden stets die teuren Single Level Cells (SLC) in Enterprise-SSDs eingesetzt. MLC senkt die Kosten wegen der größeren Speicherdichte, was auf gleicher Grundfläche höhere Laufwerkskapazitäten erlaubt.

Performance-Level, Zuverlässigkeit und Lebensdauer seien ebenfalls auf hohem Level, bestätigt Seagate. Die üblichen SSD-Vorteile wie niedriger Stromverbrauch, Platzersparnis und weniger Abwärme kommen ohnehin noch hinzu. Samsung-Vize Changhyun Kim betont daher den grünen Aspekt der Lösung, denn auf ein Rechenzentrum hochgerechnet sei der Umstieg auf SSD ein enormer positiver Effekt. Bei steigenden Energie- und sinkenden SSD-Preisen rechne sich das auch so langsam.