Ab Oktober: Günstiges Linux-Tablet von Asus

BetriebssystemMobileOpen SourceSoftwareTabletWorkspaceZubehör

Der flache eBook-Reader mit farblosem LCD und den Fähigkeiten eines Pads wird von Linux angetrieben. Der Hersteller will die weltweite Auslieferung im Oktober starten und im Schnitt so um die 300 Dollar verlangen.

Das Eee Tablet haben wir zum ersten Mal auf der Computex-Messe im Frühsommer erspäht, nun hat Asustek Computer die Spezifikationen präzisiert und den konkreten Marktstart festgelegt. Für umgerechnet schätzungsweise 250 Euro wird der Kunde einen 8-Zoll-Flachbildschirm mit 64 Graustufen (1024 x 768 Pixel Auflösung) erhalten, der wie ein normales Touchscreen zu handhaben ist. Damit verzichtet dieser eBook-Reader auf die sonst üblichen eInk-Displays, die das Bild immer wieder einfrieren, um Strom zu sparen.

Die Entscheidung der Taiwanesen hilft, den Gerätepreis niedrig zu halten. Außerdem kommt das normale LCD den übrigen Fähigkeiten des Tablets entgegen: Schrifterkennung für Textdokumente (Stylus inklusive), eine 2-Megapixel-Kamera, um die Tafel im Hörsaal abzufotografieren und eine Diktierfunktion, um die Ausführungen des Profs aufzunehmen (2 GByte interner Speicher plus MicroSD-Slot).

Käufer des Eee Tablets (eventuell wird das Gerät auch noch in Eee Note umbenannt) müssen also etwas Verzicht über: Keine Farbe, keine ultralangen Akkulaufzeiten (maximal 10 Stunden) und auch keine Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms. Statt dem ursprünglich erwarteten Android gibt es nun als Betriebssystem eine hauseigene Linux-Distri von Asus. Dafür bietet das Gerät etwas, worauf die meisten eReader-Besitzer verzichten müssen: WiFi-Modul und ein ausgewachsener Web-Browser.