Skype bereitet Börsengang vor

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Nach der Trennung von eBay bereitet Skype seinen Börsengang vor. Bis zu 100 Millionen Dollar soll dieser in die Kassen des VoIP-Anbieters spülen.

Bei der Börsenaufsicht SEC hat Skype die Unterlagen für den geplanten Börsengang eingereicht. Noch steht allerdings nicht fest, wann dieser erfolgen soll oder wie viele Aktien man ausgeben will. Begleiten lässt man sich von gleich drei großen Investmentbanken: Goldman Sachs, JP Morgan und Morgan Stanley.

eBay hatte sich im vergangenen Jahr von Skype getrennt, nachdem der VoIP-Dienst die hohen Erwartungen des Auktionshauses eigentlich nie erfüllen konnte. Man hält nur noch 30 Prozent, der Rest von Skype gehört einer Investorengruppe, zu der auch die Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis zählen.

Wie aus den bei der SEC eingereichten Unterlagen hervorgeht, hatte Skype am Ende des zweiten Quartals 2010 rund 560 Millionen registrierte Nutzer, davon etwa 8,1 Millionen zahlende Nutzer. Im ersten Halbjahr 2010 wurden 95 Milliarden Minuten über den VoIP-Dienst telefoniert – 40 Prozent davon machten Videotelefonate aus. Der Umsatz kletterte im Halbjahresvergleich von 324,8 auf 406,2 Millionen Dollar, das EBITDA von 75,2 auf 115,8 Millionen Dollar.