HP-Chef Mark Hurd tritt zurück

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Eine Affäre kostet den HP-Chef den Job. Er soll Zahlungen ohne Anlass geleistet und falsche Spesenabrechungen eingereicht haben, um die Beziehung zu verschleiern.

HP-Chef Mark Hurd ist am Freitag von allen seinen Ämtern zurückgetreten, nachdem ihn eine frühere Geschäftspartnerin der sexuellen Belästigung beschuldigte. Eine Untersuchung habe zwar ergeben, dass Hurd nicht gegen die internen Richtlinien zu sexueller Belästigung verstoßen habe, teilte HP mit, wohl aber gegen HPs allgemeine Geschäftsgrundsätze. Dem Wall Street Journal zufolge soll Hurd falsche Spesenabrechnungen abgeliefert haben, um die Beziehung zu verheimlichen. Auch seien Zahlungen geleistet worden, ohne dass es dafür einen Grund gab – alles in allem ginge es um etwa 20 000 Dollar.

Hurd trat 2005 die Nachfolge von HP-Chefin Carly Fiorina an, die kurz zuvor wegen »strategischer Differenzen« zurückgetreten war. Hurd brachte HP wieder auf Vordermann und stellte das Unternehmen durch milliardenschwere Übernahmen breiter auf, zuletzt etwa durch die Käufe von 3Com und Palm. Unter seiner Führung stieg HP zum größten Computer-Hersteller der Welt auf und überholte Dell.

HP sucht nun einen Nachfolger für Hurd. Übergangsweise übernimmt Finanzchefin Cathie Lesjak den CEO-Posten.