Symantec: Firmenmitarbeiter verballern zu viel Bandbreite

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Mit Medienstreams und persönlichem Surfvergnügen vergeuden Angestellte nicht nur Arbeitszeit, sondern auch bis zu einem Viertel der vorhandenen Netz-Bandbreite des Unternehmens, warnt der Software-Hersteller.

Praktische Messungen des firmeneigenen MessageLabs hätten diese Missbrauchsquote ergeben, verbreitet der zuständige Symantec-Manager Dan Bleaken im Firmenblog. Eine extreme Spitze bei der Zweckentfremdung der Firmen-Infrastruktur hatte man jüngst bei der Fußball-WM feststellen können: Einigen Firmen dürfte wegen der Live-Streams von wichtigen Spielen zeitweise die Bandbreite ins Internet komplett ausgegangen sein (Brown-Out). Kein Wunder, werden bei einem HD-Video von einer Fußballübertragung schon während der regulären Spielzeit 2,1 GByte durch die Internet-Verbindung gepresst. Wenn nun hunderte von Mitarbeitern gleichzeitig streamen, wird es eng, warnt Bleaken.

Als Gegenreaktion der Geschäftsleitungen stellte der Web Security Service eine 8,3 prozentige Zunahme von firmeninternen Streaming-Sperren fest. Andere Unternehmen merken lange Zeit nichts von der Belastung ihrer Bandbreite durch den privaten Konsum der Mitarbeiter, denn es sei nicht gleich offensichtlich, wenn E-Mails etwas länger brauchen, um einzutreffen, manche Webseiten zäher laden oder die Qualität von Web-Telefonaten und Videokonferenzen etwas nachlässt. Daher sei es die Aufgabe der IT-Abteilungen, das Management über zu große Missbrauchsquoten aufzuklären.