Netzneutralität: Google will für schnellere Leitungen zahlen

NetzwerkePolitik
Google

Google und Verizon stehen offenbar kurz vor dem Abschluss einer Vereinbarung, nach der der Provider die Inhalte des Suchmaschinenanbieters gegen Zahlung einer Gebühr mit höherer Priorität ausliefert.

Wie ein Verizon-Sprecher bestätigte, verhandeln die beiden Unternehmen bereits seit zehn Monaten über die Breitbandnutzung. Der New York Times zufolge steht man kurz vor einer Einigung – möglicherweise ist die aber schon erzielt, denn laut einer Reuters-Quelle suchen Google und Verizon nur noch den richtigen Zeitpunkt für die offizielle Ankündigung. Der müsste gut gewählt sein, denn man würde die Bemühungen der FCC torpedieren, Regeln für ein offenes Internet festzulegen, in dem alle Datenpakte gleichberechtig übertragen werden.

Genau das schmeckt vielen Telekommunikationsunternehmen nicht, sehen sie doch ihre mühsam aufgebauten Infrastrukturen durch datenintensive Dienste wie Online-Videos schnell überlastet. Sie würden diese gerne ausbremsen oder sich für die schnelle Übertragung bezahlen lassen, was auch in der Politik viele Unterstützer findet. Zu den Verfechtern der Netzneutralität zählt allerdings auch US-Präsident Obama, der für ein freies Internet eintritt, in dem große und kleine Anbieter dieselben Chancen haben.