Markt für Interim Management bricht ein

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Im Jahr 2009 ist der Markt für Interim-Management-Dienstleistungen um 22 Prozent geschrumpft. Das Marktvolumen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro liegt damit deutlich unter dem Vorjahr. Die Ursache  liegt vor allem in den Folgen der Wirtschaftskrise.

Anlässlich des Jahresforum Interim Management in München hat der Arbeitskreis Interim Management Provider (AIMP) die aktuelle Studie zum Interim Management in Deutschland vorgestellt. Die Gründe für den starken Markt-Rückgang sieht AIMP in der deutlich geringeren Auslastung und den leicht zurückgegangenen Tagessätzen der Interim Manager, was auf die Wirtschaftskrise des vergangenen Jahres zurückgeht. In den nächsten drei Jahren rechnen die Provider mit einem Wachstum von durchschnittlich 13 Prozent.

Exportbranche besonders stark betroffen
»Im Angesicht der Wirtschafts- und Finanzkrise haben viele Firmen ihre Budgets eingefroren, in der Hoffnung, so über die Runden zu kommen«, erklärt Dr. Anselm Görres, Vorsitzender des AIMP, die Studienergebnisse. »Fast ein Drittel aller gescheiterten Vermittlungen gehen auf das Nichtzustandekommen von Projekten zurück. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr.« Besonders der Absatzrückgang bei den Exportbranchen wie Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau wirkte sich auch negativ auf den Interim-Management-Bedarf aus. Die Nachfrage in den anderen Branchen ist aber relativ stabil geblieben.

Festanstellung von Interim-Managern eher selten
Außerdem fällt auf, dass immer weniger Interim-Aufträge zu einer Übernahme in Festanstellung führt. Lag die Quote 2006 noch bei 16 Prozent wurden 2009 nur fünf Prozent der Interim Manager in ein Angestelltenverhältnis übernommen. »Interim Management wird nicht als unverbindliches Probearbeiten, sondern als eigenständiges Personaltool erkannt«, begründet Jürgen Becker, Geschäftsführer des Online-Marktplatzes Manatnet, diese Entwicklung.

Interim-Provider vermitteln die freiberuflich tätigen Interim Manager an Unternehmen oder Institutionen. Der Unterschied zu Personalberatern liegt darin, dass sie aus aus einem Pool von typischerweise 500 bis 3.000 Managern wählen können und so für jede Nachfrage die passende Qualifikation finden. In den letzten Jahren sind Interim-Manager vor allem durch sogenannte »Feuerwehreinsätze« bekannt geworden, die tatsächlich aber nur einen kleinen Teil der Aufträge ausmachen.

Die Zusammenarbeit mit einem Interim-Provider bietet viele Vorteile:
– Vielfältiges Angebot an Kandidaten
– Vorauswahl und Qualitätssicherung der Interim Manager sind kostenlos
– Schnelle Verfügbarkeit der Interim Manager
– Honorar nur für erbrachte Leistung und mit Gestaltungsspielraum
– Provider bietet Zugang zu Insiderwissen
– Kunden- und Lösungsorientierung der Provider
(sg)

Weblink
Arbeitskreis Interim Management Provider