IE8 verhinderte laut MS schon eine Milliarde Malware-Downloads

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Nichts Neues sind Antiphishing-Programme. Microsoft hat sie direkt in seinen Browser integriert und meldet so die Verhinderung zahlreicher Malware-Attacken.

Microsoft lobt seinen eigenen Malware- und Phishing-Filter, der im IE8 eingebaut ist:  Der SmartScreen-Filter, den Microsoft schon Anfang Juli verstärkt vermarktete – vermutlich angesichts des bevorstehenden Rekords – , habe am 23. Juli schon eine ganze Milliarde Malware-Attacken geblockt, meldet IE-Produktmanager James Pratt.

Man habe inzwischen schon 1,7 Mal so viele IE8-Anwender wie zu dessen Einführung. Das mache 26 Prozent der Websurfer aus. Die geblockten Malware-Downloads seien in dieser Zeit sogar um das Fünffache gestiegen.

Der Erfolg des integrierten Tools liegt nicht nur daran, dass es durch regelmäßige Updates aktualisiert wird, sondern auch daran, dass der Browser die Adresse schon beim Eingeben mit einer lokalen Blacklist vergleicht, bevor er den Nutzer überhaupt ins Web lässt – also auch vor dem Ansetzen der meisten Security-Programme. Erst, wenn eine solche »böse« Website noch nicht lokal gespeichert ist, vergleicht das Tool mit einer Online-Liste. Dann aber macht der Browser ordentlich Radau und warnt den Nutzer vor dem Ansurfen der gefährlichen Seite. Auswählen kann er schließlich immer noch selbst.

Stolz zitiert Pratt noch einen Bericht der NSS Labs vom März, nach dem der IE8 bis zu vier Mal mehr Malware meldete als andere Browser im Test erkennen konnten.  Und der habe sich seither noch wesentlich weiterentwickelt.

SmartScreen alleine bemerkt jedoch auch nicht Alles: Microsoft empfiehlt daher, trotzdem zusätzliche Security-Software zu installieren. (Manfred Kohlen)

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