Handwerkerportal myHammer will endlich Kasse machen

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»Handwerker laufen Sturm gegen Gebührenpflicht«, schreiben verschiedene Medien über die Gebühr-Doch irgendwann muss die Website ihre bisher kostenlose Arbeit »monetarisieren«. Das finden die, die bezahlen sollen, gar nicht lustig.

Die Dienstleistungs-Ausschreibungs- und -Auktionsplattform für Handwerker myHammer, will ab sofort  Geld von Anbietern, die über die Plattform Aufträge an Land ziehen wollen. So soll ein Paket »Business 500 Partner« 19,90 Euro im, Monat kosten – als »Einstiegspreis«, denn für die Aufnahme in das Dienstleister-Portal und resultierende Dienstabwicklung sollen später bis zu 49,90 Euro pro Monat fällig sein. Handwerker sind empört.

Bisher stellen Nutzer ins System, was sie gerne an extern Dienstleister geben möchten, seien es Malerarbeiten, Bäumefällung oder Fotografien. Der Handwerker, der sich darauf meldet und das günstigste Angebot macht, bekommt zumeist den Zuschlag. Das war bisher kostenfrei, doch Ende vergangener Woche sollte alles anders werden.

Nur die »Business-Partner« dürfen bislang geprüfte Qualifikationen und Referenzen hinterlegen und ihre Seiten sind zudem Google-optimiert.  Später soll das gleiche Paket erst einmal 24,90 Euro kosten, und wer Gebote für Aufträge bis zu 1000 Euro abgeben wolle, müsse 49,90 Euro zahlen, verlautbart der Anbieter.

Im offiziellen Blog des Portals melden sich verärgerte Dienstleister, die ihre Mitgliedschaft kündigen wollen. Einer schrieb, er zahle so ja mehr als es einbringe, dabeizusein. Und neben der Mitgliedschaft seien noch Gebühren für die Auftragsvergabe und Kontaktvermittlung fällig.

Der Erfolg von myHammer ist vielleicht auch auf Fernsehsendungen um Thema zurückzuführen: die hier gelisteten Dienstlister hatten demnach die besten Angebote.  Andere Plattformen existieren jedoch auch noch – möglicherweise wird nun der Markt noch einmal durchgemischt. myHammer ficht das nicht an. Man wolle die Qualität steigern, heißt es, die Nutzer würden dies bestimmt positiv sehen. In einem nachträglichen Blogbitrag vermeldet mHammer noch einmal. Zwei Drittel der User nähmen nicht das billigste Angebot, sondern das ihrer Meinung nach beste. (Manfred Kohlen)

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