Bilanz schöngerechnet: Dell zahlt Strafe

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Die Börsenaufsicht wirft dem PC-Hersteller vor, er habe »Bestechungsgelder« von Intel genutzt, um die Verkaufszahlen schönzurechnen.

Dell muss einen Vergleich mit der SEC abschließen, um noch höhere Strafen zu vermeiden: Die Bilanztricks aus dem Jahr 2008 kosten den PC-Konzern jetzt 100 Millionen US-Dollar.

Bei der SEC klingt dies noch bedrohlich, in der Dell-Mitteilung dazu redet man sehr lange um den heißen Brei herum. Kurz und gut: Die Firma zahlt 100 Millionen, Michael Dell selbst 4 Millionen Dollar, sein Vorgänger Kevin Rollins 4 Millionen und Finanzchef James Schneider 3 Millionen.

Dell habe Geld von Intel entgegengenommen, um deren CPUs bevorzugt in Rechner einzubauen und hätte die Öffentlichkeit nicht darüber informiert – stattdessen habe man die Bestechung als Normal-Umsätze eingebucht. Nur der Zuschuss von Intel habe Dell erlaubt, seine zuvor den Finanzanalysten versprochenen Gewinnziele zu erreichen, wirft die SEC Dell vor. Die Aktionäre seien wiederum nicht unterrichtet worden, als die Intel-Zuschüsse wegfielen. (Manfred Kohlen)

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