Wettbewerbsuntersuchung: Noch keine Einigung zwischen Intel und FTC

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Eigentlich schien alles klar zu sein zwischen Intel und der FTC, doch nun hat die US-Wettbewerbsaufsicht die Frist für den Intel-Fall um zwei Wochen verlängert.

Man brauche mehr Zeit, um die vorgeschlagenen Regelungen zu überprüfen, heißt es bei der FTC. Wie diese aussehen, teilte man nicht mit, doch aus den gewöhnlich gut informierten Kreisen wurde in den vergangenen Tagen bereits bekannt, dass Intel wohl seine Rabattpolitik ändern muss. Der Financial Times zufolge, hat Intel »umfassende Zugeständnisse« gemacht.

Eine Geldstrafe gibt es nicht, da die FTC anders als die Wettbewerbshüter der EU, die Intel im vergangenen Jahr ein Rekordbußgeld von über einer Milliarde Euro aufbrummten, nicht befugt ist, eine solche zu verhängen. Die FTC kann lediglich das wettbewerbswidrige Verhalten feststellen, das im Falle Intel unter anderem darin bestand, Händler und Computer-Hersteller durch Rabatte und Androhung von Nachteilen bei Preisen und Belieferung zum Verzicht auf AMD-CPUs zu bewegen.

Inzwischen haben Intel und AMD ihren jahrelangen Streit beigelegt. Im vergangenen November ließ man alle Klagen und Vorwürfe fallen und einige sich auf ein Lizenzabkommen. Intel zahlte zudem 1,25 Milliarden Dollar an AMD und versprach, sich an festgelegte Geschäftspraktiken zu halten. (Daniel Dubsky)