Protected Mode für Adobe Reader

SicherheitSicherheitsmanagement

Die nächste größere Version des Adobe Readers soll eine Sandbox mitbringen, um zu verhindern, dass Sicherheitslücken ausgenutzt werden, um Malware einzuschleusen.

Viele Malware-Attacken basieren mittlerweile auf manipulierten PDF-Dateien, mit denen versucht wird, Sicherheitslücken im Adobe Reader auszunutzen. Adobe führte daraufhin bereits einen regelmäßigen Patchday ein und begann damit, Updates automatisch auszuliefern. Nun soll der Adobe Reader einen Protected Mode erhalten, eine Sandbox, die Zugriffe auf das System unterbindet.

Der Protected Mode ist nur unter Windows verfügbar und standardmäßig aktiviert. Er soll mit dem nächsten größeren Release des Adobe Readers eingeführt werden und zunächst nur Schreibzugriffe auf das System verhindern, damit sich keine Malware installieren kann. Spätere Versionen sollen dann auch bestimmte Leseoperationen unterbinden, um gegen Datendiebstahl zu schützen.

Der Protected Mode basiert auf der Sandbox-Technologie, die Microsoft in Office 2010 nutzt, um Malware-Infektionen durch das Öffnen von Dateianhängen in Mails zu verhindern. Außerdem hat Adobe mit Google zusammengearbeitet, dessen Browser Chrome eine ähnliche Technologie verwendet. (Daniel Dubsky)