Werbeumsatz-Studie: Bald überholt Internet die Zeitungen

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Die Medienagenturgruppe Zenith OptimiMedia  hat die weltweiten Werbebudgets auf ihre Medienverteilung untersucht – und sieht schwarz für die Printmedien. Die Zeitungen werden weiter verlieren, heißt es in ihren Prognosen, die Ausgaben für Onlinewerbung dagegen steigen in Millionenhöhe.

Von der Wirtschaftskrise war vor allem die Zeitungswerbung betroffen, doch viele Kunden sahen offenbar beim Umsteigen auf die preiswertere und zielgerichtetere Online-Werbung, dass sich Internet lohnt. Der Studie von Zenith OptiMedia zufolge werden Unternehmen in einigen Jahren ihren Werbe-Medienmix stärker verändern und für Online-Anzeigen genauso so viel ausgeben wie für Zeitungswerbung – und folgt man den Prognosen, bleibt danach vielleicht noch mehr im Web hängen.

Für Internet-Werbung seien 2009 insgesamt 54,2 Milliarden US-Dollar geflossen, die Prognosen für 2012 sprechen von 82,7 Milliarden Dollar. Noch floss mehr Geld in die Zeitungswerbung: 2009 waren es 98 Milliarden Dollar, doch für 2012 prognostiziert die Studie nur noch 92,8 Milliarden Dollar für die Zeitungen.

Umgerechnet auf Prozente nähme das Internet im Jahr 2012 schon 17,1 Prozent der Werbebudgets ein, bei den Zeitungen seien es noch 19,2 – nur noch ein marginaler Unterschied. Die Entwicklungen rein statistisch hochgerechnet, würde Internet wohl im Jahr 2014 überholen.

Die Financial Times zitiert dazu Zenith-OptiMedias Deutschland-Chefin Nicole Prüsse, man erlebe eine deutliche Verschiebung hin zum Internet. Insbesondere die Suchmaschinenwerbung könne in Zukunft schon ein Drittel des weltweiten Gesamtwerbemarktes einnehmen. Schon jetzt entfallen über 50 Prozent der Internet-Werbung auf das Suchmaschinen-Marketing.

Aber egal ob weltweit oder nur in Deutschland. Das Fernsehen bleibe der unangefochtene  Marktführer bei den Werbeumsätzen.(Manfred Kohlen)

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