Service-Bereich bereitet IBM Sorgen

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Zwar konnte IBM im zurückliegenden Quartal Gewinn und Umsatz steigern. Das eigentlich so wichtige Service-Geschäft schnitt allerdings schwach ab.

Für das zweite Quartal 2010 vermeldet IBM einen Gewinnanstieg von 9 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie kletterte das 30. Quartal in Folge und lag bei 2,61 Dollar – 13 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Dementsprechend optimistisch blickte auch IBM-Chef Sam Palmisano in die Zukunft und hob die Jahresprognose leicht auf 11,25 Dollar pro Aktie an.

Allerdings kann das kaum darüber hinwegtäuschen, dass IBM den Gewinnanstieg vor allem Stellenstreichungen und anderen Sparmaßnahmen verdankt. Denn beim Umsatz konnte man lediglich um 2 Prozent zulegen, wobei insbesondere die wichtige Service-Sparte enttäuschte. Sie konnte ihren Umsatz nur um 2 Prozent steigern, das Umsatzvolumen der Neuverträge ging gar um 12 Prozent zurück.

Dennoch ist und bleibt das Service-Geschäft der größte Umsatzbringer bei Big Blue. Es steuert 13,7 Milliarden Dollar zum Gesamtumsatz von 23,7 Milliarden Dollar bei. Aus der Software-Sparte kommen 5,3 Milliarden Dollar, aus dem Bereich Systems & Technology, zu dem das Server-Geschäft gehört, weiterd 4,0 Milliarden Dollar. Leichte Einbußen gab es im Bereich Global Financing, wo der Umsatz um 4 Prozent auf 544 Millionen Dollar schrumpfte. (Daniel Dubsky)