IT-Berater: ITIL ist ohne Automation »ein zahnloser Tiger«

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Der IT-Service-Standard ist nichts mehr als eine Sammlung von Handbüchern, beklagen die Consultants des Systemhauses Ogitix, das nicht immer den angestrebten Erfolg mit ITIL erreichte. Nun setze man mehr und mehr auf automatisierte Steuerung der Abläufe im IT Service Management.

ITIL steht für »IT Infrastructure Library« und ist der weltweite de-facto-Standard für Servicemanagement. Er beschreibt, wie man IT-Services plant, liefert und unterstützt. In diesen Standard haben große IT-Abteilungen in den letzten Jahren viel investiert, doch Consultants der Ogitix AG sehen, dass die ITIL-konforme Gestaltung der Prozesse nicht ausreicht.

Eine »unverändert zu geringe Automatisierung der Prozesse« sei der Grund für das häufige Nicht-Erreichen der Ziele. »Was hilft eine klare Struktur mit standardisierten Prozessen, wenn allein schon das Anlegen von Benutzern als eine ganz typische und fast schon alltägliche Aufgabe wie schon immer von Hand vollzogen wird«, vermarktet Ogitix-Vorstand Ingo Buck seine Lösung, die in ITIL nur »den ersten grundlegenden Schritt einer nachhaltigen Leitungssteigerung im IT Service Management« sieht. Kurz und gut: Die hauseigenen Services zur Prozessautomation sollen helfen.

Die wesentliche Hürde für die meisten Unternehmen sei, dass »die Plattformen zur Prozessautomation üblicherweise tiefe Eingriffe in die IT-Infrastruktur erfordern und erneut aufwändige Projekte mit beträchtlichen Investitionen auslösen« – was zu einer »gewissen Tool-Müdigkeit« bei den Firmen führe. Nur eine einmal gut geplante und konsequent durchgesetzte Automatisierung – mit vorhandenen Infrastrukturen – sei zielführend. (Manfred Kohlen)

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