Kriminalbeamte fordern Internet-Ausweis und Reset-Knopf fürs Netz im Kanzleramt

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Der Staat laufe Gefahr, das Gewaltmonopol im Internet zu verlieren, meint der Bund Deutscher Kriminalbeamter und fordert einen Internet-Ausweise und einen Reset-Knopf im Kanzleramt, um Deutschland bei Cyberattacken vom Netz nehmen zu können.

Der BDK hat ein Sofortprogramm mit 15 Punkten aufgestellt und der Bundesregierung vorgelegt. Darin versucht man Verkehrsregeln für das Internet aufzustellen, um die wachsende Online-Kriminalität in den Griff zu bekommen. Wer online einkaufen oder Bankgeschäfte tätigen will, soll sich demnach zuvor bei einer staatlichen Stelle registrieren müssen. Zudem bräuchte die Polizei Befugnisse für offene und verdeckte Ermittlungen im Internet und die Erlaubnis, Malware von den Rechnern der Bürger zu entfernen.

Der BDK tritt für eine spezielle Ausbildung zum Computerkriminalisten ein, Spezialeinheiten für Computerkriminalität in jeder Polizeibehörde und spezialisierte Staatsanwaltschaften – koordiniert von einem nationalen Internet-Zentrum beim BKA. Im Falle von massiven Bedrohungen der digitalen Infrastruktur Deutschlands, etwa durch groß angelegte Cyberattacken, müsse es im Bundeskanzleramt einen Reset-Knopf geben, mit dem sich Deutschland im Ernstfall vom Netz nehmen lässt. (Daniel Dubsky)