Highspeed-Netztechnik: Cisco schließt CoreOptics- Übernahme ab

BreitbandNetzwerke

Schon im Mai kündigte der US-Netzwerkgigant an, die Digital-Signalprozessortechnik aus Deutschland zu übernehmen. Nun ist sie »drin«: Mit den Chips des Spezialisten könne man nun noch schnellere Hochleistungsnetze bedienen – mit bis zu 100 Gigabits pro Sekunde (Gbps) könnten Daten durch Glasfaserkabel transportiert und verarbeitet werden.

Cisco lässt nicht von seinen Wurzeln – in der Hochgeschwindigkeits-Netzwerktechnik für Telekommunikations-Carrier und große Unternehmen wird trotz Ausflügen in die Consumertechnik weiterhin kräftig investiert. Der Erwerb von CoreOptics ist jetzt in jeder Hinsicht abgeschlossen, meldet Cisco.

Man unterstütze damit insbesondere den exponentiell wachsenden IP-Traffic durch Video, Mobility und Cloud-Anwendungen. Die Entwicklung digitaler Signalprozessoren (DSPs) für Anwendungen in optischen Hochgeschwindigkeitsnetzwerken ist Kerngeschäft von CoreOptics – das Unternehmen sitzt zwar offiziell im Silicon Valley, doch alle Forschung läuft in Deutschland (in Nürnberg und Gerlingen) ab. Cisco-Deutschland-Chef Michael Ganser will die neue Übertragungstechnologien speziell Internet-Service-Provider Kunden anbieten – sie sei »ein wichtiger Baustein für den Ausbau von Breitbandtechnologie und damit für die globale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands«.

Die nächste Innovationsphase im Markt für optische Lösungen werde von komplexen Modulationsformaten sowie digitalen Signalprozessoren (DSPs) geprägt sein, verlautbart Cisco. Mit den Mitarbeitern von CoreOptics schaffe man nun einen Teil der »Cisco Service Provider Group« (SPG) und arbeite eng mit Ingenieurteams im Bereich Optik in Monza (Italien), Bangalore (Indien) und Richardson (Texas, USA) zusammen. (Manfred Kohlen)

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