Apple setzt Pressekonferenz an: zu iPhone-Problemen?

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Bei Apple in Kalifornien ist alles, was man den Journalisten präsentiert, »wichtig«. So eine Präsentation will Apple am Freitag um 10:00 Uhr (19. 00 Uhr unsere Zeit) einberufen – und erzählt wieder einmal nicht, was denn so wichtig ist. Marktbeobachter gehen davon aus, dass es sich um eine Strategie für den Umgang mit den Antennen- und Displayproblemen der Apple-Telefone handelt.

Wagt Apple einen Rückruf der defekten iPhone-Geräte? Die Wetten darauf beim irischen Wettanbieter Paddy Power jedenfalls wurden wegen zu hoher Wahrscheinlichkeit gestern ausgesetzt  Ein Austausch könnte sehr teuer werden; TGDaily berichtet, dies könnte 200 Millionen Dollar in der Woche kosten, der Nachrichtendienst news.com setzt die Gesamtsumme bei 1,5 Milliarden Dollar an.

Steve Jobs muss jetzt also handeln, denn das neue Apple-Telefon könnte sonst zum Milliardengrab für den Apfelkonzern werden. Dass die Einladung zur Pressekonferenz nur erwähnte, es ginge um das iPhone 4, ist für Journalist und Blogger Jim Dalrymple ein Zeichen, dass Jobs wohl etwas zu den Problematiken sagen will, und für Gizmodo ist der Freitag immer Apples Tag der schlechten Nachrichten.

Ob es sich um ein Softwareproblem handelt (sagt Jobs bisher) oder ein Hardwareproblem (sagen Ingenieure) ist nach wie vor umstritten und wird durch Gegenwerbung von Firmen wie Motorola und Nokia (»unsere Telefone können Sie halten wie Sie wollen«) noch als Streit angefacht. Insider nehmen an, dass Apple seine als Antennen funktionierenden Schutzhüllen (bumpers) verschenken wird statt dafür Geld zu verlangen – und damit eine teure Rückrufaktion vermeidet. Morgen wissen wir mehr.(Manfred Kohlen)

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