IBM-Studie: Management überwindet Krisen nur mit schneller und menschlicher Nutzung der Technik

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Eine CEO-Studie von IBM fragte nach Führungseigenschaften in Zeiten des Abschwungs. Die meisten Fortschritte in Krisenzeiten  machten demnach Unternehmen, die auf Kreativität und Vertrauen setzten. Nach »Social Networks« kommt nun also noch das »Social Management« – die Ähnlichkeiten der Sozial-Aktivitäten sind frappierend.

»Besonders gut gemanagte Unternehmen, die so genannten’ Standouts’, verzeichneten während der letzten Wirtschaftskrise ein sechs Mal höheres Wachstum als ihre Wettbewerber«, heißt e in der »Chief Executive Officer Study 2010« von IBM, für die 1.541 Führungskräfte von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in 60 Ländern und 33 Branchen persönlich befragt worden seien.

Eine höhere Veränderungsbereitschaft, schnellere Entscheidungsgeschwindigkeit, eine radikale Vereinfachung und flexiblere Kostenstrukturen seien Gründe für den Erfolg. Statt nur einfach Kosten für  menschliche Arbeitskraft durch technische Automatisierung zu verringern, sei die Einbindung der Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg: »In allen Unternehmen stehen dabei  gleichermaßen Kreativität und Integrität klar an der Spitze der zukünftig angestrebten Führungsqualitäten«, beschreibt die Studie die Gründe für außergewöhnliche Erfolge.

Der Managementberater Reinhard K. Sprenger umschreibt es für IBM: Man denke zwar, die Netzwerkwirtschaft  sei auf Technologie gegründet, sie könne aber nur auf Beziehungen errichtet werden. Auch bei der Führung virtueller Teams müssten Menschen spüren, dass man sich um sie sorgt und das Management ihnen wohlwollend gegenübertrete – so werde der Widerstand bei Reorganisation geringer.  Sprenger nennt es die » Ökonomie des Vertrauens«

Auch im Umgang mit Kunden müsse man sich an neue Zeiten anpassen und den Käufer einbeziehen. Im zughörigen elektronischen Buch »Rethinking the Enterpise« nennt es Managerin Cristene Gonzales Wertz »Customer-focused Leadership«. Die Fehlreaktionen von Bahn oder BP haben schließlich gezeigt, wie schief das Misssachten der Klienten oder die Langsamkeit  der Reaktion gehen kann – Menschen müssen heutzutage involviert werden – auf Kunden- und auf Mitarbeiterseite.

Mit entsprechenden Cash-Reserven oder durch »schnelles Erfassen seltener Geschäftsfenster« sei dies auch möglich, so Wertz. (Manfred Kohlen)

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