Mann behauptet, ihm gehöre die Facebook-Mehrheit

MarketingPolitikRechtSoziale Netzwerke

Mark Zuckerberg hat mal wieder mit Gerichten zu kämpfen. Diesmal behauptet ein angeblicher Programmierer aus New York, er habe einst einen Vertrag mit Zuckerberg über eine Programmierung abgeschlossen, aus der  später Facebook entstanden sei – und dass er Anteile am Geschäft bekäme.

Paul D Ceglia überfährt Mark Zuckerberg mit einer Klage. Die behauptet, Ceglia besitze nun 84 Prozent von Facebook. Seit 2004 hätten sich diese Anteile aus dem alten Vertrag ergeben. Ceglia behauptet, im April 2003 einen Vertrag mit Zuckerberg abgeschlossen zu haben, um für 1000 US-Dollar und einem 50-Prozent-Unternehmens-Anteil eine Website zu bauen – aus der später Facebook entstanden sei.

In diesem Vertrag stehe eine Klausel, die seinen Anteil (als Provision) erhöhe, behauptet Ceglia nun. Das gebe ihm inzwischen die klare Mehrheit. Paragraph 3 des Vertrages  gebe ihm das Recht, für jeden Tag seit Januar 2004 Anteile zu bekommen. Am 30. Juni reichte er seine Klage in New York ein. Facebook ließ den Fall zum Landesgericht in Buffalo transferieren und hält die Klage für »frivol«. Außerdem sei das schon so lange her, dass es nach New Yorker Recht schon nach sechs Jahren verjährt sei (Das Gesetz nennt sich »Statute of Limitations«).

Allerdings ist Ceglia kein Fremder für die Gerichte: Vergangenes Jahr wurde er beschuldigt, die Kunden seiner Holzpelletfirma betrogen zu haben. Die Klage läuft noch. (Manfred Kohlen)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen