HP ProBook 6555b im Test
Business-Notebook mit Triplecore-CPU

MobileNotebook

Unter der Bezeichnung ProBook 6555b hat Hewlett-Packard gleich acht verschiedene Business-Notebooks im Programm, die ein mattes 15,6-Zoll-Display besitzen, das 1366 x 768 Pixel auflöst. ITespresso.de hat das Modell mit dem Triplecore-Prozessor AMD Phenom II N830 getestet.

Konservative Optik, schnelle Hardware

HP setzt beim ProBook 6555b auf keine ausgefallene Optik. Das Notebook ist ein klassisches Arbeitstier für Office und mobilen Einsatz und unterscheidet sich kaum vom Vorgängermodell. Die Tastatur bietet einen vollständigen Ziffernblock, verzichtet jedoch auf sämtliche Zusatztasten. Direkt über den Funktionstasten befindet sich allerdings eine Leiste, die teilweise berührungsempfindlich ist und über die sich Funktionen wie WLAN und Sound ein- und ausschalten und Programme aufrufen lassen.

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Ein Gespann aus AMD Phenom II und ATI Mobility Radeon HD 4250 sorgt im HP ProBook 6555b für flottes Arbeiten. Die AMD-CPU, welche drei CPU-Kerne besitzt, ist mit 2,1 GHz getaktet und kann auf 4 GByte DDR3-Speicher zugreifen, der auf zwei Speichermodule à 2 GByte verteilt ist. Die ATI-Grafik ist eine vollwertige PCI-Express-Grafikkarte, die 320 MByte eigenen Speicher mitbringt. Für das Speichern von Daten ist eine 2,5-Zoll-Festplatte mit 320 GByte verbaut, die mit schnellen 7200 Umdrehungen pro Minute rotiert. Als optisches Laufwerk besitzt das Probook 6555b einen Multiformat-DVD-Brenner mit LightScribe-Technology.

HP hat dem Notebook reichlich Anschlüsse spendiert, so dass alles an Bord ist, was man für die tägliche Arbeit im Büro oder unterwegs benötigt. Seitlich sind drei USB-Ports untergebracht, von denen einer mit eSATA kombiniert ist. Dazu kommen Firewire, ExpressCard/54-Slot, VGA-Anschluss und DisplayPort sowie – man glaubt es kaum – ein serieller Anschluss. Nur auf HDMI muss man verzichten.

In Sachen Connectivity bietet das Notebook WLAN nach 802.11a/b/g/n, Bluetooth und HP Mobile Broadband mit GPS. Kabelgebunden nimmt das Gerät über Gigabit-LAN Kontakt zum Netzwerk auf.

Akku Flop, Leistung Top

Mit seinem 6-Zellen-Lithium-Ionen-Akku hält das HP ProBook 6555b im Test gerade mal 189 Minuten durch. Hierbei sind allerdings die Energiesparoptionen deaktiviert und alle Einstellungen verbleiben im Auslieferungszustand. Im Energiesparmodus, wenn WLAN, Bluetooth und alle unnötigen Dienste und Programme ausgeschaltet sind, schafft der Akku immerhin 59 Minuten mehr.

Dafür stimmt die Leistung des Notebooks. Die Triplecore-CPU arbeitet schnell, ebenso die ATI-Grafikkarte, und auch die Festplatte liefert Spitzenwerte. Während des Arbeitens laufen die Testprogramme flüssig und auch mit der Wiedergabe von Full HD kommt das Gespann aus CPU und GPU zurecht. Selbst Gaming ist mit dem ProBook 6555b möglich, auch wenn dies nicht unbedingt zu den primären Aufgaben des Gerätes zählt.

HP ProBook 6555b PC Mark 05

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Die Tasten auf der Fullsize-Tastatur des Notebooks sind zunächst gewöhnungsbedürftig, denn beim Tippen müssen sie sehr tief heruntergedrückt werden. Das kantige Design der einzelnen Tasten ist teilweise ebenfalls störend, dennoch lässt es sich mit dem ProBook 6555b hervorragend arbeiten. Wer viele Zahlen eingeben muss, wird sich über den Ziffernblock des Notebooks freuen.

Das Touchpad unterstützt kein Multitouch, lässt sich aber gut bedienen. Leider ist es nicht abschaltbar. Gut gefällt das matte Display, das sich aus fast jedem Blickwinkel gut betrachten lässt. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung sind keine störenden Reflexionen wahrnehmbar.

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Mit 2,5 Kilogramm ist das ProBook 6555b vergleichsweise leicht für ein 15,6-Zoll-Notebook. Allerdings muss man noch Netzteil und ob der geringen Akkulaufzeit idealerweise einen Ersatzakku einrechnen und kommt dann auch auf etwa 3 Kilogramm.

Fazit

Von der reinen Hardware-Leistung vermag das HP ProBook 6555b in jeder Hinsicht zu überzeugen. AMD-CPU und ATI-Grafik erreichen in fast allen Rubriken Höchstwerte. HD-Filme werden ruckelfrei abgespielt und auch für Spiele reicht die Leistung, wenn man auf einige Optionen wie Antialiasing, Shader oder Details verzichtet. Mit dem matten 15,6-Zoll-Display macht das Notebook auch unterwegs eine gute Figur, weil der Anwender nicht durch Reflexionen gestört wird. Negativ fällt nur die Akku-Laufzeit auf – bei nur drei Stunden hat man besser einen Ersatzakku dabei, wenn man viel unterwegs ist.

Rund 900 Euro soll das ProBook 6555b kosten. Für ein Gerät dieser Größe ist das eine Menge, vor allem wenn man die Akku-Laufzeit betrachtet.

ITespresso.de-Logo Gut ProBook 6555b
Hersteller: HP
Internet: www.hp.com/de
Preis: rund 900 Euro

Note: gut
Leistung (20%): gut
Ausstattung (20%): gut
Akku-Laufzeit (20%): ausreichend
Bedienung (20%): gut
Ergonomie (15%): gut
Service (5%): ausreichend

Technische Daten
Prozessor: AMD Phenom II Triple-Core N830 (2,1 GHz, 1,5 MB L2-Cache)
Chipsatz: AMD M880G
Grafik: ATI Mobility Radeon HD 4250
Arbeitsspeicher: 4 GByte
Festplatte: 320 GByte
Optisches Laufwerk: CD/DVD-Brenner
Speicherkartenleser: SD, MMC

Display: 39,6 cm (15,6″) LED-Bac
klight HD AntiGlare, matt
Video-Ausgang: VGA, Display-Port
Webcam: ja, 2 Megapixel

Netzwerk: LAN (1000 MBit/s), WLAN (802.11a/b/g/n), Bluetooth

Fingerprint-Sensor: ja
Schnittstellen: 3 x USB, 1x eSATA/USB, Serial, Kopfhörer, Mikrofon, ExpressCard 54

Betriebssystem: Windows 7 Professional 64 Bit

Abmessungen: 371 x 248 x 348 mm (B x T x H)
Gewicht: 2,51 Kilogramm

Messwerte
PCMark 05
CPU: 5646, Speicher: 4432, Grafik: 2245, HDD: 6075
HD Tune
Datendurchsatz Festplatte: 80,2 MByte/s (Zugriffszeit: 17,5 Millisekunden)
Akku-Laufzeit: 189 Minuten (all on), 248 Minuten (optimiert)

HP ProBook 6555b

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