EU erwägt Wettbewerbsuntersuchung gegen Google

Politik

Konkurrenten werfen dem Suchmaschinenbetreiber vor, eigene Dienste in den Suchergebnissen zu bevorzugen und Preise und Bedingungen bei Adsense wettbewerbswidrig zu gestalten.

Der Financial Times Deutschland zufolge wird eine formelle Untersuchung der EU-Wettbewerbshüter gegen Google immer wahrscheinlicher, nachdem Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia erklärte, seine Mitarbeiter würden sich die Anschuldigungen genau ansehen. Wie das Wirtschaftsblatt erfahren haben will, wird ein Verfahren aber wohl frühestens im Herbst eingeleitet.

Das Preisvergleichsportal Foundem und die Suchmaschine Ejustice.fr werfen Google vor, sie in den Trefferlisten zu benachteiligen und Nutzer auf die google-eigenen Dienste zu lenken. Auch von Microsoft gibt es eine Beschwerde wegen der Preise und Bedingungen bei Adsense, durch die der Software-Konzern sein Shopping-Portal Ciao behindert sieht.

Beschwerdeführer Foundem will laut FTD einige Auflagen für Google durchsetzen. So soll der Suchmaschinenbetreiber offenlegen, welche Seiten er aus welchem Grund abwertet und eine Beschwerdestelle einrichten. Darüber hinaus müsse er konzerneigene Dienste kennzeichen und dem Nutzer eine neutrale Suchoption bieten, so die Forderung. (Daniel Dubsky)