US-Armee will Wikileaks-Informanten bestrafen

PolitikWorkspaceZubehör

Im Irak hatte die US-Armee vom Hubschrauber aus Zivilisten angegriffen. Ein Armee-Angehöriger hatte dies aufgezeichnet und ein Geheimdienstmitarbeiter hatte sein Video auf Wikileaks veröffentlicht. Dies sieht die Armee nicht nur als Veröffentlichung von Geheimnissen, sondern sogar als Spionage.

Der Angehörige der US-Armee Bradley Manning, der ein Video des für Zivilisten tödlichen Hubschrauberangriffs in Bagdad an Wikileaks weitergegeben hatte, sieht sich nun einer Reihe von Anklagen gegenüber, berichtet das Magazin Wired:

Er habe Staatsgeheimnisse auf seinem PC gespeichert und unberechtigt Software auf einem dem Staat gehörenden Computersystem installiert. Zudem besaß Manning viele Dokumente des US-Außenministeriums, auf die er unberechtigt zugegriffen hatte und löste durch seine Angeberei beim Computerexperten. Adrian Lamo Ängste aus,  die Veröffentlichung der Dokumente könne die »nationale Sicherheit und das Leben von US-Bürgern« gefährden. Lamo informierte er die Behörden, und die nahmen den Armeemitarbeiter fest.

Schon das Speichern des Hubschraubervideos sei eine Straftat, das Übertragen der Daten an Wikileaks sei sogar als Spionage zu werten. Die Anklageschrift wurde umgehend auf »Scibd« veröffentlicht.

Wikileaks hat angeblich schon Anwälte für Manning engagiert, um dessen Zivilcourage zu belohnen statt sie zu bestrafen.  (Manfred Kohlen)

 

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen