Android pusht HTC-Geschäftszahlen

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Handyhersteller HTC explodiert förmlich mit seinen Handyverkäufen – die Umsätze haben sich mehr als verdoppelt und die Gewinne sind ein ganzes Drittel höher. Das alles, so meinen Branchenbeobachter, habe der taiwanische Hersteller seinen Android-Geräten zu verdanken.

HTC veröffentlichte gestern beeindruckende Geschäftszahlen. Alleine im zweiten Quartal machte das Unternehmen Umsätze von 60,5 Milliarden Taiwan-Dollar, also rund 1,5 Milliarden Euro. Das sind 58,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und alleine im Juni nahm man sogar zwei Drittel mehr Geld ein als im Vorjahres-Vergleichszeitraum. Der Nettogewinn für das zweite Quartal läge bei 8,6 Milliarden Taiwan-Dollar, also 213 Millionen Euro. Das sind über 33 Prozent mehr als im Vorjahr.

Als Auftragshersteller für andere Handyriesen wie etwa Nokia (daher auch das Firmenlogo mit der Schrift »quietly brilliant)« existiert das Unternehmen schon lange, doch seine eigenen Handys dümpelten auf dem Weltmarkt bis voriges Jahr noch so dahin. Das ist alles anders, seit HTC Mobiltelefone mit Googles Mobilbetriebssystem Android baut.

In den USA war die Firma bis vor Kurzem auch noch ein unbeschriebenes Blatt – abgesehen von Gadget-Weblogs wie  Gizmodo – doch inzwischen müsste das Unternehmen auch dort bekannt sein, zumindest als Hersteller des Google-Nexus 1 und des ersten Android-Gerätes, dem von T-Mobile vertriebenen G1. Auch das Motorola Droid (bei uns Milestone) war HTCs Werk, und nun kamen noch andere und als neueste Kreation das »Evo 4G« – Insgesamt bietet HTC inzwischen 12 eigene Android-Geräte.

Zwar hat man noch der Vollständigkeit halber einige Windows-Phone-Handys geplant – doch der wirtschaftliche Erfolg kommt ganz klar von Android. (Manfred Kohlen)

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