Studie: IT-Gehälter stagnieren

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Wegen der Wirtschaftskrise stagnieren die Gehälter der Fach- und Führungskräfte im IT-Bereich. Zwar gab es einen leichten Anstieg der Grundeinkommen, doch es wurde eine niedrigere variable Vergütung ausgeschüttet.

Führungskräfte in der IT verdienten einer Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum zufolge im vergangenen Jahr durchschnittlich 111 000 Euro. Spitzenverdiener sind die Leiter Informationsverarbeitung und Organisation, die es auf einen Jahresverdienst von 133 000 Euro bringen. Es folgen Leiter IT-Management mit 117 000 Euro und Leiter Anwendungsentwicklung mit 107 000 Euro pro Jahr. Eine IT-Fachkraft erhält durchschnittlich 64 000 Euro pro Jahr. Die Gehaltsspanne liegt dabei zwischen 46 000 Euro (Operator) und 90 000 Euro (IT-Vertrieb).

Damit stagnieren die Gehälter in der IT-Branche weiter, obwohl die Grundeinkommen sogar um zwei Prozent gestiegen sind. Bei Kienbaum führt man das auf die nach wie vor schwierige wirtschaftliche Situation zurück, die Unternehmen veranlasst, eine niedrigere variable Vergütung auszuschütten. Eine solche beziehen 81 Prozent der Führungskräfte und immerhin zwei Drittel der Fachkräfte. Lag der Bonus für Führungskräfte 2008 noch bei 20 300 Euro, so wurden 2009 nur 18 900 Euro ausgeschüttet. Bei Fachkräften sank die variable Vergütung um 600 Euro auf 5800 Euro.

Einfluss auf das Gehalt hat Kienbaum zufolge auch der Wohnort und das Geschlecht. IT-Führungskräfte verdienen in Düsseldorf am besten; dort liegen die Gehälter ein Fünftel über dem Durchschnitt. Es folgen München mit elf und Stuttgart mit 8 Prozent Verdienst über Durchschnitt. Am niedrigsten sind die Einkommen in ostdeutschen Kleinstädten mit minus 29 Prozent und ostdeutschen Großstädten mit minus 18 Prozent. Überhaupt liegen die Gehälter im Osten nur bei etwa 80 Prozent der durchschnittlichen Bezüge.

Frauen verdienen in der IT durchschnittlich acht Prozent weniger als Männer, was man bei Kienbaum aber als gute Entwicklung wertet. Im Jahr 2007 lag der Gehaltsunterschied nämlich noch bei elf Prozent. Dennoch bleibt die IT eine Männerdomäne: bei den Fachkräften pendelt der Frauenanteil zwischen 16 und 18 Prozent, in den Chefetagen liegt er bei nur sechs Prozent. (Daniel Dubsky)