Studie: »Consumerisierung« der IT senkt Supportbereitschaft in Unternehmen

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Der große IT-Dienstleister Unisys ließ wieder einmal die Markforscher von IDC losziehen, um die Servicewüsten in den IT-Abteilungen zu untersuchen. Nicht erstaunlich war das Ergebnis, dass viele Nutzer ihre eigenen IT-Gerätschaften ins Büro mitnehmen – die dann nicht von der IT-Abteilung unterstützt werden und so überraschende Sicherheitslücken aufreißen.

Als »vierte Welle der Produktivität« bezeichnet Unisys den derzeit großen Wandel in Unternehmen: Um selbst effektiver und produktiver zu ein, bringen die Mitarbeiter von ich aus ihre Smartphones, Netbooks, iPads und sogar ihre Social-Media-Aktivitäten in Büro. Doch eines hat man in der Studie bemerkt:

Gerade die europäischen Unternehmen und ihre IT-Abteilungen verschlafen dies und setzen noch immer Barrieren um ihre oft altmodischen  IT-Burgen statt die neuen Produktivmittel zu unterstützen und abzusichern.

987 Endanwender, die IT häufig nutzen (»iWorker«), und 204 CIOs und IT-Leiter aus Großbritannien, Deutschland, Belgien und den Niederlanden wurden für die Studie befragt. 95 Prozent der befragten iWorker gaben an, sie würden mindestens ein selbstgekauftes Endgerät geschäftlich nutzen.

In Deutschland nutzen immerhin 31 Prozent der befragten iWorker Smartphones wie das Blackberry für die Arbeit. Nur 14 Prozent der befragten Arbeitgeber glauben jedoch, dass dies getan wird. In den Niederlanden nutzen 27 Prozent der Befragten ihre Smartphones geschäftlich, 18 Prozent Netbooks und Tablet-PCs. Doch nur jeweils 9 und 4 Prozent ihrer Arbeitgeber bestätigten, dass ihre Mitarbeiter diese Technologien nutzen.

Die IDC-Studie spricht vom Aufweichen der Trennung zwischen privat und Arbeit: Demnach werden rund 50 Prozent der weltweiten Consumer-Geräte sowohl für Geschäfts- als auch private Zwecke genutzt. Weil die User nichtsahnend die persönlichen Daten mit Geschäftsinfos vermischten, seien die Gefahren hoch, meint die Studie.

Dazu sagt Unisys-Manager Eddie Wakelam, dass aber strikte Vorschriften den Trend nicht aufhalten könnten. Stattdessen sollten Unternehmen versuchen zu gewährleisten, dass ihre Arbeitnehmer Zugriff auf die Daten bekommen, die sie brauchen, ohne dabei ein Sicherheitsrisiko eingehen zu müssen.

Die Studie erklärt, wie Unternehmen in den verschiedenen Ländern Europas mit dem Trend umgehen, wie sie selbst Nutzen daraus ziehen und was insbesondere im Supportbereich verbessert werden kann. Die vollständigen Ergebnisse veröffentlicht Unisys in seinem Blog.zur »Consumer Powered IT« .

Und schließlich können Unternehmen mit den gleichen Fragestellungen einen Selbsttest vornehmen, »um die Fähigkeiten ihres Unternehmens in Bezug auf die Konsumerisierung der IT« zu evaluieren. (Manfred Kohlen)

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