IT-Skills-Studie: Spezialisten weniger gesucht als Generalisten

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Wissen ist gut, Können ist besser: Wer nur über technisches Know-how verfügt, aber die Eigenheiten des jeweiligen Fachbereichs nicht kennt, ist schlecht aufgestellt bei der Jobsuche.

Auf dem Arbeitsmarkt seien die Personen  mit Fachwissen zwar gefragt, doch wenn ihnen die Eigenheiten des Fachbereichs, für den sie sich bewerben, nicht geläufig sind, haben sie weniger Chancen, sagt die aktuelle IT-Skills-Studie, die der Skills-Management-Anbieter Data Assessme4nt Solutions gemeinsam mit dem Informatikprofessor Joachim Giesen von der Universität Jena jährlich durchführt.

Beste Chancen hätten Generalisten, die »«Fachwissen mittels Analyse und Modellierung für die IT nutzbar machen können oder ausgeprägte Projektmanagement-Fähigkeiten haben«. Wenig begehrt seien hingegen Spezialisten für das Servicemanagement.

Die IT-Skills-Studie bewertet IT-Kompetenzen mit quantitativen statistischen Methoden  Sie befragte eine repräsentative Auswahl von 110 Vertretern der IT-Branche, die anhand von jeweils 12 zufällig generierten Gegenüberstellungen fiktiver Profile von IT-Mitarbeitern entscheiden sollten, welcher der Kandidaten in ihrem Unternehmen die besseren Chancen hätte. Fünf IT-relevante Kompetenzbereiche (Branchen- und Fachwissen, Projektmanagement, Analyse und Modellierung, Softwareimplementierung und Servicemanagement) flossen in vier Ausprägungen (Laie, Kenner, Könner, Experte) in die Bewerberprofile ein.

Die Befragten seien sich einig gewesen, »dass IT-Mitarbeiter zumindest über grundlegendes Branchen- und Fachwissen verfügen sollten«. Ein Profil, das der in der Lage ist, Kosten und Ressourcen fachgerecht zu planen (Projektmanagement) und Know-how aus dem Fachbereich zu extrahieren und für die IT-Abteilung nutzbar zu machen (Analyse und Modellierung) sei ideal – also der »Business-Generalist«, der IT und Geschäft vereinbaren kann. Reine Spezialisten seien gegenüber den »interdisziplinär arbeitenden« Kollegen klar im Nachteil.

Fähigkeiten in der Serviceabwicklung werden von den Arbeitgebern nur gering honoriert und Kompetenzen aus den Bereichen Umsetzung und Betrieb sind nicht so wichtig wie die Fähigkeit, ein Unternehmen zu verändern.

Die komplette Studie gibt es als kostenloses PDF hier. (Manfred Kohlen)

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