Seit heute ist Roaming in Europa billiger

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Ab heute sind die EU-Obergrenzen für das landesübergreifende Handy-Telefonieren und -Surfen gültig.

Schon im September 2008 entschied der europäische Gerichtshof, dass das Roaming zu teuer war. Die zuständige EU-Kommission leitete einen schrittweisen Wandel ein.

Eine neue Runde dieser EU-Roaming-Verordnung geht los: Gespräche von Land zu Land werden preiswerter, und bei Nutzung von mobilem Internet im Ausland müssen die Provider nach 50 Euro Kosten die Verbindung unterbrechen – denn teurer darf es nicht mehr werden,

Telefonieren im Ausland darf seit dem heutigen 1 Juli 2010 höchstens 46 Cent pro Minute kosten, SMS weiterhin höchsten 13 Cent pro Stück. Das ist der Kommission immer noch zu teuer, sagt nun ein Report

Der Durchschnittspreis für SMS-Texte sei zwar europaweit schon bei 11 Cent angekommen aber im internationalen Vergleich habe man den EU-Telekomunikations-Anbietern noch zu viel Freiraum gegeben. Eine Entscheidung des EuGH hätte weitere Preissenkungen sogar eher verhindert als den Wettbewerb anzufachen. Mit weiteren Versuchen, die Preise zu senken, ist also zu rechnen. Insbesondere beim Roaming der Internet-Verbindungen ist wohl noch viel Luft.

Die EU-Roaming-Verordnung will ab heute erst einmal die Datentarife im EU-Ausland bei 50 Euro (plus Mehrwertsteuer) begrenzen und verdonnert die Telekommunikations-Anbieter, eine Warnung nach Erreichen von 80 Prozent dieser Kosten zu senden. Bei hundert Prozent wird die Verbindung getrennt, wenn der Kunde nicht ganz offiziell angibt, trotz der Kosten weitersurfen zu wollen. So können zumindest Daten im letzten Moment »in der Cloud« gesichert werden. (Manfred Kohlen)

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