Digitimes: Notebook-Hersteller werden in der zweiten Hälfte 2010 schwächeln

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Die taiwanischen Notebook-Macher werden anders als in den vorangegangenen Jahren kein starkes Wachstum mehr in der zweiten Jahreshälfte erwarten dürfen. Sie sollten sich mehr aufs »Inventory Management« achten, empfehlen die Marktforscher.

Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die erste Garde der taiwanischen Notebook-Hersteller ein nennenswertes Wachstum erwarten könnten, meint Digitimes-Marktforscherin Joanne Chien. In der zweiten Jahreshälfte 2010 werde das ein bisschen anders aussehen als in den Vorjahren, wo trotz der Weltwirtschaftskrise noch ordentliche Steigerungen erzielt wurden .

Doch Chien, Senior Analyst beim Marktforschungsableger der Digitimes, sieht, dass die Nutzer in den europäischen Staaten und den USA langsam beginnen, Konsequenzen aus der Krise zu ziehen und ihre Nachfrage wieder da zu drosseln, wo ein Kauf nicht unbedingt nötig ist. Auch im Heimatmarkt Taiwan ist die übliche Nachfrage vor dem Schulbeginn schwach geblieben.

So hätten einige Hersteller ihre Auslieferungs-Prognosen schon gesenkt, vor allem wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Europa und den USA. Mit dem Weihnachtsgeschäft werde es so wohl nichts mehr.

Chien erwähnte, dass die Notebook-Auslieferungen im vierten Quartal höchstens 1,1 Prozent Wachstum verzeichnen würden und dass alle in der Lieferkette ein bisschen mehr auf das Management ihrer Lagerbestände achten müssten, um die Auswirkungen der geringeren Nachfrage abzufedern. Für Konsumenten und Firmenkunden könnte dies heißen: Bevor die Preise wieder anziehen, würden möglicherweise einige Herstelle Restbestände unter hohem Verkaufsdruck günstiger abgeben. (Manfred Kohlen)

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