SEO verdrängt klassische Werbung

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Search Engine Optimization statt Werbung? So geht es jedenfalls vielen Unternehmen zur-Zeit – es sieht so aus, als ob herkömmliche Werbeagenturen und Medien an der Google-Krankheit sterben werden.

Stolz verkündet die SEO-Agentur Sumo, die Berliner Fluglinie Air Berlin habe ihren Auftrag zur Suchmaschinenoptinmierung an sie  vergeben. Gibt es keine Werbebudgets mehr? Klar: Suchmaschinen sind heutzutage wohl wichtiger als Werbung in anderen Medien. Das jedenfalls scheint Air Berlin zu glauben -und viele andere Teillnehmer des Medienzirkus auch.

Verlage richten ihre Inhalte inzwischen ohnehin oft mehr nach Suchotimierung aus als nach der Qualität der Inhalte. Die Medienbeobachter von Meedia erkennen an den populärsten Websites in Deutschland, dass vor allem diejenigen erfolgreich sind, die sich mit den neuen Medien beschäftigen statt nur Print-Inhalte wiederzukäuen.

Burda hat es dabei so weit getrieben, seine Geschäftszahlen per YouTube-Video zu verlautbaren.

Die Verlage jedenfalls haben Angst vor Google – was wiederholt anklang, zuletzt heute. Werbeagenturen bleiben lieber still – oder gehen gleich pleite, wie in letzter Zeit häufiger geschehen.

Die »Sumo-Ringer« aus Köln übernehmen nun neben SEO das Linkmanagement und die »Unterstützung der fimeninternen Webmaster bei der Umsetzung der SEO-Roadmap« der Fluglinie. Das klingt auch nach mehr Geld als es derzeit mit klassischer Werbung zu verdienen ist, denn »Google hat die Preise kaputtgemacht«, jammern die Anzeigenverklopper Mediaberater.

Links:
Air Berlin
Sumo
Deutschlands 50 populärste Websites – laut Google
Burda-Geschäftszahlen per YouTube
Verlage haben Angst vor Google

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