Braucht die Android-Welt eine Kindle-Software?

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Gut, bei Android ist alles erlaubt, aber eigentlich wollte doch auch Google an Online-Büchern verdienen. Und nun kommt da dieser große Buchhändler und will den Plan kaputtmachen!

Amazon hat ein nicht ganz fertiges E-Book-Leseprogramm für Android veröffentlicht, nur um zu zeigen: Wir sind die weltweit größten und wichtigsten Buchhändler, und das vor allem bei den E-Books! Jawoll!

Logisch ist aber, dass es in letzter Zeit zu Preissenkungen sowohl bei Mitbewerber Barnes&Noble mit seinem Nook als auch bei Amazons Kindle  kam – E–Books gibt es eben immer mehr, E-Book-Reader auch – zuletzt von Asus und Acer auf der Computex gezeigt und schon länger von Sony. Und nun haben die wichtigsten taiwanischen Displayhersteller auch noch einen Deal mit E-Ink geschlossen, um noch mehr, bessere und günstigere E-Book-Reader oder Tablets mit preiwerter Buch-Anzeigetechnik auszustatten. Und dann ist da auch noch der Druck durch Apples ipad und dessen Online-Bücherladen.

Logisch, dass man da an der Hardware nicht mehr so gut verdienen kann wie bis dato und dass man schnellstmöglich seinen Vorteil im Onlinegeschäft mit Lesematerial nutzen muss. Nach Kindle für verschiedene andere Geräte, unter anderem  iPhone, Blackberry, Windows, Mac OS X und iPad, kommt nun also auch die Android-Version.

Uh oh, da muss Google ja schnellstens handeln und seine Buchsuche und seinen Bücherstore füllen, sonst geht der Plan nicht mehr auf, hier auch mitzuverdienen!

Und weil es bei Google genauso die unkritischen Fanboys gibt wie bei Apple, werden die Ohweh-Schreie nicht leiser. Im Fan-Medium der Android-Freunde  »Android Central« wird das Amazon-Produkt richtiggehend fertiggemacht: »Das haben wir doch schon alles in Google Book Search!«, maulen  sie.

Gemach, gemach, Rom wurde nicht in einem Tag erbaut und die elektronischen Buchleser auch nicht – ob als Software oder Hardware. Amazon entwickelt noch  weiter – und vielleicht Google auch! µ

L’Inqs:
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