Quartalszahlen: RIM auf dem absteigenden Ast

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Der Smartphone-Hersteller meldet Quartalserfolge bei den Geschäftszahlen – und fällt trotzdem weit hinter die Analysten-Erwartungen zurück. Die Märkte für iPhones und Android-Handys wachsen eben schneller – und Aktienhändler scheinen zuerst nur die Prozentzahlen der Marktanteile zu sehen.

Gestern präsentierte die Blackberry-Firma aus Kanada ihre Quartalszahlen  – wie so oft, wirkt alles auf den ersten Blick positiv, doch die hohen Erwartungen der Analysten konnte RIM nicht erfüllen. Das interpretierte gleich das Handelsblatt beim Auseinandernehmen von Zahlen, Analysten-Einschätzungen und tatsächlichem Ergebnis.

So meldet der Hersteller der »digitalen Brombeeren« ein Umsatzwachstum um 24 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar im Vergleich zum selben Vorjahresquartal sowie eine Erhöhung der Gewinne pro Aktie um 41 Prozent im Vorjahresvergleich – auf 1,38 Dollar pro Aktie. Doch trotzdem fielen die RIM-Aktien zum Donnerstag um vier Prozent. Denn insgesamt lag der Gewinn »nur« 20 Prozent höher als im Vorjahr – den Aktionären zahlte man dennoch mehr aus, und so kommen die 41% für die Aktieninhaber zustande.

Mit seinen Auslieferungen und Kundenzahlen im war der Hersteller, der 79 Prozent seines Umsatzes mit den Geräten macht, in diesem Quartal aber weit hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Zwar »bringt nur Nokia mehr Smartphones unters Volk«, meinen die Wirtschaftsredakteure vom Handelsblatt (RIM verkaufte 11,2 Millionen Geräte im Quartal), doch Apple wächst deutlich schneller als die beiden Rivalen. Zuletzt verdoppelten sich die iPhone-Verkäufe im Quartal auf 8,75 Millionen Stück.

RIM versuchte zwar durch hohe Dividenden-Ausschüttung und mit Aktienrückkäufen seine Anleger milde zu stimmen, doch dies floppte offenbar am Aktienmarkt. (Manfred Kohlen)

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