HP-Druckerkampagne umwirbt den Mittelstand

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Mit dem Argument, kräftig Kosten sparen zu können, lockt der Konzern die kleinen und mittleren Unternehmen auf die dunkle Seite des Multifunktionsgeräts.

Die neuen LaserJet-Hybriden können wie üblich Drucken, Faxen und Kopieren. Seit Firmen immer mehr den E-Mail-Verkehr nutzen, rückt das Faxen in den Hintergrund. Das macht die Multifunktionsgeräte (MFPs), die ohnehin stets nur einen technischen Kompromis darstellten, noch unbeliebter als sonst. Nun hat Hewlett Packard einen Ansatz gefunden, um das Überleben dieser bedrohten Spezies zu sichern: Der Geldbeutel der Kunden. Dabei geht es nicht so sehr um den Anschaffungspreis – die Geräte sind vergleichsweise günstig – sondern um die Betriebskosten: Energieverbrauch, Papierkosten und vor allem die teuren Tintenkartuschen oder die Ersatzwalzen und Belichtungssysteme haben über die Jahre manchen Kunden ihren Kauf heftig bereuen lassen.

Hier schwenkt HP nun um und verspricht den mittelständischen Firmen, dass bei den neuen LaserJet-Multifunktionsgeräten (MFPs) die sonst so hohen Folgekosten spürbar sinken werden. Der Konzern rechnet vor, dass man im Jahr bei Dauerbetrieb etwa 2.000 Euro weniger zahlen müsse als bei vergleichbaren Vorgängermodellen. Diese Offerte gelte allerdings nicht weltweit, sondern nur in den elf führenden Industrienationen. Ob diese Kostenkampagne zeitlich begrenzt sein wird, verriet der zuständige Manager Ron Coughlin nicht.
(Ralf Müller)