Berlecon/PAC sieht Preise für IT-Services unter Druck

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Die Analysten von Berlecon Research und Pierre Audoin Consultants (PAC) verzeichnen in einer soeben veröffentlichten Studie für den überwiegenden Teil der deutschen IT-Dienstleister im vergangenen Jahr deutliche Rückgänge bei Umsätzen und Erträgen.

Insbesondere das Projektgeschäft habe unter der Kürzung der IT-Ausgaben in vielen Anwenderunternehmen gelitten, ein weiterer Rückgang der Preise auf allen Stufen der IT-Services-Wertschöpfung sei die Folge gewesen, so der Tenor der Studie. Die Analysten von PAC und Berlecon rechnen damit, dass der Druck auf die Preise auch in den nächsten Monaten weiter anhalten wird. Sie empfehlen daher den IT-Dienstleistern, die Industrialisierung des Geschäfts weiter voranzutreiben und insbesondere die Festpreiskompetenz auszubauen.

Im Projektgeschäft, das besonders stark von der wirtschaftlichen Talfahrt betroffen war, sind die Umsätze bei jedem zweiten Anbieter um mehr als fünf Prozent eingebrochen. Folgerichtig fielen in dem ohnehin aggressiven Marktumfeld die Preise. Im Saldo mussten die Anbieter auf allen Stufen der Wertschöpfung von der Beratung über die Entwicklung bis hin zu Schulung und Administration rückläufige Tagessätze hinnehmen.

Für die Geschäftsentwicklung 2010/2011 hoffen die Analysten auf eine Trendwende, insbesondere bei der Ausgabenentwicklung im Projektgeschäft. Einen Dämpfer erhalten diese Erwartungen allerdings durch die Einschätzung der Anwenderunternehmen. Speziell größere IT-Anwender (ab 500 Mitarbeiter in Deutschland), die auch den Großteil des Marktvolumens repräsentieren, reagierten deutlich stärker und länger anhaltend auf die wirtschaftliche Talfahrt und teilen nicht die optimistischen Erwartungen der IT-Dienstleister. Stattdessen rechnen sie mehrheitlich mit stagnierenden IT-Services-Ausgaben und weiter fallenden Preisen. (Ralph Beuth)