IPv4-Adressen könnten schon im Dezember ausgehen

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Der Run auf die IP-Adressen nach dem »alten System« sollte sie nun diesen Dezember wirklich auszehren, warnen Netzwerk-Experten.

Noch zu wenige Unternehmen haben ihre Netzwerk-Technik auf das neue IPv6 umgestellt – doch der Run auf drahtlose Internet-Kommunikation vor allem in Asien  schrumpfe die Zahl der eindeutigen IPv4-Gerätenummern rapide.

Und so haben die asiatischen Telekommunikations-Carrier bei der APNIC (der Vergabestelle für die Adressblöcke in Asien) vorsichtshalber schon einmal große Mengen erworben: Nahezu 27 Millionen IPv4-Addressen wurden dort alleine im ersten Quartal 2010 vergeben -mehr als alle anderen Internet-Registries jemals in einem Quartal ausgegeben hatten.

Die restlichen freien Adressen könnten schon im Dezember zu Ende gehen, sagen Experten, und insbesondere der Druck auf Netzwerk-Anbieter, auf IPv6 umzusteigen, sollte massiv erhöht werden.

Während IPv4 noch mit 32-Bit-Adressen arbeitet und für 4,3 Milliarden Geräte gut ist, arbeitet IPv6 mit 128-Bit. Vergangene Woche seien gerade noch 6,25 Prozent des IPv4-Aadressraums zu vergeben gewesen, teilt die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) mit.  Schon in der ersten Hälfte 2010 habe man mehr Adressblöcke verteilt als im gesamten Jahr 2009, sagt Richard Jimmerson, Chef der Vergabestelle ARIN (American Registry for Internet Numbers). Das ginge so schnell, vielleicht seien die IPv4-Adressen sogar schon früher zu Ende. (Manfred Kohlen)

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