Wird Samsung zu mächtig? Acer bestellt Komponenten anderswo

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Seit 2008 produziert Samsung selbst Notebooks – und die Speicherchips für die meisten anderen Anbieter ohnehin. Durch die Eigenproduktion der Komponenten ist Samsung dem Mitbewerb zu sehr im Vorteil – das jedenfalls meine Acer und bestelle Speicher und andere Komponenten lieber bei Micron und anderen, schreibt die Digitimes.

Der taiwanische Informationsdienst Digitimes ist meist sehr nah an der Industrie. Der Hersteller Acer habe es offiziell nicht bestätigt, doch Mitbewerber würden es ausplaudern: Notebook-Krösus Acer fühlt sich von seinem Zulieferer Samsung offenbar hintergangen und werde das Outsourcing der Bauteile-Produktion nun teilweise »umsourcen«.

Panels für Displays und DRAMs für die Notebook-Innereien, die bisher aus Korea von Samsung erworben wurden, sollen künftig anderswo geordert werden: Der Speicher käme nun von Micron, die Displays von AU Optronics und Chimei Innolux.

Samsung bedient mit den eigenen Notebooks mittlerweile schon drei Prozent des Weltmarktes (erstes -Quartal 2010) und ist somit schon die Nummer Sieben im globalen Notebook-Wettstreit –  und das gerade mal eineinhalb Jahre nach Markteintritt. Weil das Unternehmen die Bauteile selbst herstellt, ist es bei den Kosten klar im Vorteil und konnte so schnell seine eigenen Kunden unter Druck setzen. Die aber wollen da nicht alle mitmachen, wie AcerS Neu-orders nun zeigen.

Es würde allerdings noch immer erwartet, dass Acer einen gewissen Anteil der Aufträge bei Samsung belasse, weil man dort bereits gute Erfahrungen mit Qualität, geringer Ausschussrate und fairem Preis gesammelt habe. (Manfred Kohlen)

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