Security-Test: Antiviren-Scanner hinken hinterher

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Die Anbieter von Sicherheitssoftware kommen angesichts der Malware-Explosion im Internet nicht mehr mit. Das behaupten nicht Kritiker, sondern eine andere Security-Firma nach einem entsprechenden Praxistest.

NSS Labs habe von keiner Seite Geld genommen für seine unabhängigen Softwaretests, wird in der Pressemitteilung betont. Im Versuch wurden die üblichen aktuellen Security-Suiten diverser Hersteller gekauft und eingesetzt. Sie sollten die Testcomputer beim Besuch verseuchter Webseiten schützen. Jene waren vorsätzlich mit aktueller Malware bestückt worden.

Ergebnis laut NSS Labs: Bei neuer Malware gab es gar keinen Schutz. Frische Schädlinge haben mindestens zwei volle Tage zur Verfügung, um sich leise zu verbreiten, Maschinen zu infizieren und Daten zu stehlen. Erst dann würden die besseren Security-Software-Anbieter so langsam per Update den Schutz nachreichen. Insbesondere für Unternehmen sei dies zu langsam und unzureichend, betont NSS-Präsident Rick Moy. Er verweist darauf, dass täglich etwa 50.000 neue Malware-Varianten das Netz unsicher machen.
(Ralf Müller)