Motorola ES400: Ein Smartphone für Unternehmen

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Um die Bedürfnisse von mobilen Mitarbeitern, Servicetechnikern und Außendienstlern besser zu bedienen, haben die Amerikaner ein besonderes Firmenhandy entwickelt.

Den Unterschied zu anderen Handys will Motorola schon im Namen klar verdeutlichen und taufte das Modell »ES400 Enterprise Digital Assistant«. Es besitze eine enorm verlängerte Akku-Laufzeit, Business-Funktionalität und die Chance, professionelle Firmen-Apps laufen zu lassen.

»Normale Smartphones sind oft nicht fit genug für den richtigen Arbeitseinsatz. Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit und die Kontrollmöglichkeiten durch die IT-Abteilung fallen in der Regel ungenügend aus. Das wollten wir ändern«, erzählt Motorola-Produktmanager Andy McBain. So können sich die Besitzer der Diensthandys künftig sechs Stunden mit ihrem Chef streiten, 250 Stunden auf Standby parat stehen oder sich per Stift via Display mit ihrer Unterschrift zweifelsfrei einloggen. Oder wahlweise mit ihrem Fingerabdruck auf dem biometrischen Sensor.

Das leichte Smartphone wurde für den harten Arbeitsalltag in ein gummiertes stabiles Gehäuse gepackt. Es besitzt einen Barcode-Scanner, beherrscht Image-Tagging und fungiere in Europa als GSM-Handy, könne sich in den USA aber genausogut in CDMA-Netze einklinken. Innerhalb eines weitläufigen Firmengeländes oder auf Baustellen stehe die Push-to-talk-Technik zur Verfügung. Außerdem sei es möglich, über ein WiFi-Netzwerk firmeninterne Gruppengespräche mit diversen ES400 zu realisieren. Als Betriebssystem läuft bislang Windows 6.5.3, doch Steve Ballmer kündigte an, dem ES400 die Embedded-Version von Win 7 spendieren zu wollen. Allerdings erst nach der Sommerpause von 2011.

Laut McBain soll das Firmen-Smartphone die nächsten drei Jahre weiterentwickelt werden. Drei Jahre sei auch jener Zeitraum, für den Motorola den Support garantiere. Das helfe IT-Managern, sich für das Gerät zu entscheiden und sicher zu sein, dass es auch während der Abschreibungsphase aktiv eingesetzt werden könne.

Der Hersteller jedenfalls ist optimistisch und glaubt, in den nächsten zwölf Monaten bis zu 2 Millionen Exemplare vom Business-Modell absetzen zu können. Man sei zwar in Gesprächen mit Providern wie  O2, Vodafone und Orange, doch vertrieben werde das Gerät nur direkt von Motorola und seinen Partnern. (Ralf Müller)