Mobilfunkfusion von Fujitsu und Toshiba: Japan rutscht noch enger zusammen

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Lange war es ein Gerücht, doch nun haben die Unternehmen bestätigt, dass sie ihre Mobilfunksparten wirklich zusammenlegen wollen. Es geht rauh zu in Japan: Anre Kooperationen sind schon fast gescheitert und Apple nimmt en anderen  rapide Marktmacht ab.

Es wird eng auf dem japanischen Mobilfunkmarkt: Nachdem bereits NEC, Casio und Hitachi Anfang des Jahres das Gemeinschaftsunternehmen NEC Casio Mobile Communications starten wollten und Sharp noch immer der unangefochtene Marktführer in Japan ist, hat Apple den Markt im Land des Lächelns mit seinem iPhone mächtig aufgewirbelt. Das Joint Venture von NEC und Casio ist mittlerweile aufgeschoben, weil die Seiten sich wohl nicht einig sind über die Zusammenarbeit.

Damit der zersplitterte Markt nicht zu ungemütlich wird, haben sich jetzt auch Fujitsu und Toshiba zusammengefunden, um ab Oktober 2010 ihr Handy-Business zu fusionieren – und so nach Sharp die Nummer 2 in Japan zu werden..

Den Mehrheitsanteil an dem neuen Unternehmen soll der Fujitsu-Konzern haben. Sein Ziel ist es, vor allem die Entwicklungskosten zu senken. Fujitsus Mobilfunksparte sei noch profitabel, erklärte der Pressesprecher. Bei Toshiba dagegen wurden schon rote Zahlen in diesem Bereich geschrieben.

Was am – im April verkündeten – Projekt zur gemeinsamen Mobil-Software-Entwicklung der Japaner noch dran ist  wird sich nun zeigen müssen – der Markt ist ganz anders aufgestellt als noch im Frühjahr. (Manfred Kohlen)

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